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Ein Vorfall, der sich bereits am Abend des 30. April ereignet haben soll, wurde erst am Samstag publik. In einer Pressemitteilung vom 2. Mai berichtete die AfD Schleswig-Holstein davon: Demnach wurde ein Parteimitglied auf der Rückreise von einer Veranstaltung in Neumünster von einer Gruppe aus 20 bis 30 Personen gezielt bedrängt und eingeschüchtert.
Die Überschrift der Mitteilung – “Brutaler Einschüchterungsversuch im Zug: Antifa greift Mitglied an!” – sowie der Appell “Linke Gewalt ist kein Bagatelldelikt!” zeigen: Die Partei macht die linksextreme Szene für die Tat verantwortlich. Ein beigefügtes Symbolbild untermauert diese Lesart: Es zeigt Antifa-Flaggen und den Schriftzug “Antifascist Action”.
Der oder die Betroffene war demnach auf dem Weg nach Hamburg, als die Einschüchterung begann – und zwar im Regionalverkehr zwischen Neumünster und Elmshorn. Die Attacke habe ihren Anfang bereits auf dem Bahnsteig genommen. Dort, so die Schilderung, sei das AfD-Mitglied von den späteren Angreifern oder deren Informanten erkannt und zunächst provoziert worden.
Als die Person wenig später im Zug saß, eskalierte die Situation: Eine Gruppe von 20 bis 30 Menschen habe sich “gezielt Zugang zum Zugabteil” verschafft, das Opfer umzingelt und mit verbalen Angriffen, Beleidigungen und Einschüchterungsversuchen massiv unter Druck gesetzt. Die Bedrohung habe sich dann noch gesteigert. Einige Angreifer hätten dem AfD-Mitglied mehrfach eine Flüssigkeit auf den Hinterkopf gesprüht. Zeitgleich seien andere damit beschäftigt gewesen, die Überwachungskameras im Zug abzukleben. Als das angegriffene Mitglied versuchte, den Zug zu verlassen, sei es daran gehindert worden.
Erst als der Zug in Elmshorn hielt, habe das Opfer der Attacke – mit Hilfe anderer Fahrgäste – den Zug verlassen können. Doch selbst danach ließen die Angreifer nicht ab. Der Schilderung der AfD zufolge verfolgten mehrere Personen den oder die Betroffene bis in den Bahnhofsbereich. Das von den Linksextremen verfolgte AfD-Mitglied flüchtete sich schließlich in ein Lokal. Dessen Betreiber habe dem Opfer beigestanden, bis die Polizei eintraf.
In ihrer Stellungnahme verurteilt die AfD Schleswig-Holstein die Tat scharf. Die Partei fordert eine lückenlose Aufklärung und Maßnahmen, die solche Übergriffe in Zukunft verhindern sollen. In einer demokratischen Gesellschaft dürfe es keinen Platz für Gewalt, Bedrohung und Einschüchterung geben, so die AfD.
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