Zum Inhalt springen
mainstream.news Unabhängige Nachrichten statt finanzierte Interessen.
Stand 23. October 2026, 22:08 Uhr
Deutschland

AfD verweigert Stellungnahme zu geleakten E-Mails aus Hackerangriff

Die AfD will sich nicht zu Medienberichten über bei einem Cyberangriff erbeutete E-Mails äußern. Die Partei begründet dies mit der illegalen Datenbeschaffung und appelliert an die Öffentlichkeit, die Inhalte nicht zu verbreiten.

Lesezeit 1 Minute
AfD verweigert Stellungnahme zu geleakten E-Mails aus Hackerangriff

Die AfD hat ihre Weigerung bekräftigt, sich inhaltlich zu E-Mails zu äußern, die bei einem Hackerangriff auf Parteikonten erbeutet worden sein sollen. In einer Mitteilung vom Mittwoch verwies die Partei auf ihre Position, wonach Inhalte veröffentlicht würden, „die angeblich von dem digitalen Angriff auf AfD-Konten stammen“. Da die Daten illegal kopiert worden seien, werde die Partei keine Fragen dazu beantworten, „ob ein vermeintlicher Leak-Inhalt echt oder gefälscht ist“. Zugleich appellierte sie „eindringlich an alle, dass sie Inhalte, die dem Daten-Diebstahl zugeordnet werden, weder nutzen noch verbreiten“.

Im Internet waren zuvor Daten veröffentlicht worden, bei denen es sich um rund 421.000 AfD-E-Mails handeln soll. Ob diese authentisch sind, ist unklar. Die Partei teilte mit, sie werde eng mit staatlichen Stellen zusammenarbeiten, um die Täter zu ermitteln, „die unsere Partei digital angegriffen und Daten gestohlen haben“.

Mehrere Medien hatten auf Grundlage der geleakten Unterlagen über interne Kommunikation zu einer Parteispende aus dem Jahr 2017 berichtet. Die Spende in Höhe von rund 132.000 Euro war vor dem Bundestagswahlkampf auf dem Konto des Kreisverbandes Bodenseekreis der damaligen AfD-Spitzenkandidatin Alice Weidel eingegangen. Spenden von Nicht-EU-Bürgern an deutsche Parteien sind illegal. Die Partei musste in diesem Zusammenhang rund 396.000 Euro Strafe zahlen.

WDR, NDR, ZDF und der Spiegel zitierten aus E-Mails mit Weidels Absenderkennung. Diese legen dem Bericht zufolge nahe, dass die damalige offizielle Darstellung Weidels von dem abweicht, was sie tatsächlich über den Sachverhalt wusste. Auf Anfrage äußerte sich die AfD zu den Berichten nicht konkret.

Der Sprecher Weidels erklärte laut WDR und NDR, sie „keine ihrer Aussagen in der Causa Spenden KV Bodenseekreis revidiert“.

Quelle Dieser Bericht beruht auf einer Meldung von NIUS. Ursprungsmeldung

Mehr aus Deutschland

Ressort öffnen →