Schock-Statistik: Nur ein Drittel der Afghanen in Deutschland hat Arbeit!

Besonders junge, unverheiratete Männer prägen das Bild der afghanischen Gemeinschaft in Deutschland – mittlerweile zählt sie fast eine halbe Million Menschen. Rund 280.000 von ihnen besitzen einen offiziellen Flüchtlingsstatus, womit sie nach Ukrainern und Syrern die drittgrößte Gruppe unter den Schutzsuchenden bilden.

Laut einem Bericht des Merkur, der sich auf Daten der Bundesagentur für Arbeit stützt, sind 157.760 Afghanen erwerbstätig, darunter 135.000 in sozialversicherungspflichtigen Jobs. Prozentual entspricht das 31,5 beziehungsweise 27 Prozent. Als arbeitslos gemeldet sind 63.100 Personen. Die übrigen 279.140 stehen dem Arbeitsmarkt aus verschiedenen Gründen nicht zur Verfügung – etwa als Jugendliche, Mütter mit Kleinkindern oder Teilnehmende an Integrationskursen.

Zum Vergleich: Bei deutschen Staatsbürgern im Alter von 18 bis 35 Jahren liegt die Erwerbstätigenquote zwischen 77 und 80 Prozent.

Besonders gering fällt der Anteil erwerbstätiger Frauen aus. Rund ein Drittel der in Deutschland lebenden Afghanen ist weiblich – das wären etwa 166.000 Personen. Von ihnen gehen lediglich 25.000 einer Arbeit nach, was nur 15 Prozent entspricht.

Unter den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten arbeiten 53 Prozent als Hilfskräfte, während 42 Prozent als Fachkräfte tätig sind. In den vergangenen Jahren ist die Zahl der Beschäftigten zwar gestiegen, bleibt jedoch deutlich unter dem Niveau der Gesamtbevölkerung und auch unter dem Durchschnitt aller Flüchtlingsgruppen.

Langzeitstudien zeigen, dass die Erwerbsquote stark von der Aufenthaltsdauer abhängt. Forschungen zu Flüchtlingen aller Nationalitäten belegen, dass die Erwerbstätigenquote erst nach sechs Jahren auf über 50 Prozent steigt. Bei Afghanen – vermutlich aufgrund ihres im Durchschnitt niedrigeren Bildungsniveaus – liegt dieser Zeitpunkt sogar noch zwei Jahre später. Mit zunehmender Aufenthaltsdauer sinkt gleichzeitig die Bereitschaft zur Rückkehr erheblich.

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