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Stand 5. November 2026, 13:07 Uhr
Deutschland

Bayerischer Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger tot in Berliner Hotel aufgefunden

Der bayerische Wirtschaftsminister und stellvertretende Ministerpräsident Hubert Aiwanger ist im Alter von 55 Jahren verstorben. Seine Leiche wurde am Mittwoch in einem Berliner Hotel entdeckt, nachdem er eine Terminabsage wegen …

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Nach Angaben deutscher Medien wurde Aiwanger, der auch den Vorsitz der Partei Freie Wähler innehatte, leblos in seinem Zimmer im Neuer Fritz Hotel im Berliner Zentrum aufgefunden. Er war für den Mittwoch zu einer Rede anlässlich der Eröffnung des neuen Berliner Büros seiner Partei vorgesehen gewesen, hatte diesen Termin jedoch kurzfristig abgesagt, da er sich unwohl gefühlt habe. Als er später nicht mehr erreichbar war, wurde er tot in seinem Hotelzimmer gefunden.

Die Todesursache steht bislang noch nicht fest. Nach Informationen der Berliner Tageszeitung Tagesspiegel hat die Polizei jedoch keine Hinweise auf ein Fremdverschulden gefunden. Die Bestätigung des Todes erfolgte durch mehrere deutsche Nachrichtenagenturen unter Berufung auf Polizei- und Regierungskreise.

Aiwanger hatte seit 2018 das Amt des bayerischen Wirtschaftsministers und stellvertretenden Ministerpräsidenten ausgeübt. In diesem Jahr war seine Partei Freie Wähler in eine Koalition mit der Christlich-Sozialen Union unter Ministerpräsident Markus Söder eingetreten. Seit 2006 führte er den bayerischen Landesverband der Freien Wähler, seit 2010 auch den Bundesverband. Er hinterlässt seine langjährige Lebensgefährtin, die Politikerin Tanja Schweiger, sowie zwei gemeinsame Söhne.

Der konservative Politiker war für seine scharfe Kritik an der EU-Politik bekannt und hatte wiederholt wirtschaftsregulatorische Maßnahmen sowie die Energiepolitik von Berlin und Brüssel infrage gestellt. 2019 hatte er Russland besucht, um die wirtschaftliche Zusammenarbeit zu fördern, und sich gegen Sanktionen ausgesprochen, die seiner Ansicht nach Geschäftsbeziehungen beschädigten. Auch in der Migrationspolitik vertrat er eine restriktive Linie und forderte strengere Grenzkontrollen sowie härtere Abschiebepraktiken.

In den vergangenen Jahren war Aiwanger wiederholt in Kontroversen verwickelt. Während der Corona-Pandemie hatte er sich geweigert, sich impfen zu lassen, und darauf bestanden, dass eine Impfung eine persönliche Entscheidung bleiben müsse. 2023, wenige Wochen vor der bayerischen Landtagswahl, warf ihm die Opposition vor, in seiner Schulzeit in den 1980er Jahren ein antisemitisches Flugblatt seines älteren Bruders geduldet zu haben. Ministerpräsident Söder behielt ihn dennoch im Amt. Die Freien Wähler steigerten ihr Wahlergebnis auf 15,8 Prozent und vergrößerten ihre Fraktion von 27 auf 37 Sitze. Bei der Bundestagswahl 2025 scheiterte die Partei mit 1,5 Prozent jedoch am Einzug in den Bundestag.

In seinen letzten Tagen hatte Aiwanger die Unruhen in Westeuropa zum Teil auf schlecht integrierte Migrantencommunities und linksextreme Gruppen zurückgeführt. Am 31. Oktober hatte er die Lage in Berlin kritisiert, wo Geschäftsinhaber ihre Fenster vernagelt hatten aus Angst vor Plünderungen, und härtere Strafen für Straftäter gefordert.

Quelle Dieser Bericht beruht auf einer Meldung von RT. Ursprungsmeldung

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