Ebola-Alarm in Berlin: Familie des US-Patienten jetzt auch auf Charité-Gelände isoliert

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Ein US-amerikanischer Arzt, der im Kongo für eine christliche Mission tätig war, hat sich mit dem derzeit grassierenden Ebola-Virus infiziert. Auf Ersuchen der USA wurde er zunächst nach Deutschland gebracht und in den frühen Morgenstunden des Mittwochs schließlich nach Berlin überführt. An der Universitätsklinik Charité wurde er umgehend auf der Sonderisolierstation versorgt. Nach seiner Ankunft in der Hauptstadt war der Verbleib seiner fünfköpfigen Familie zunächst unklar. Medienberichten zufolge werden nun auch seine Ehefrau und die vier Kinder in der Berliner Charité betreut.

Anfang der Woche wurde bekannt, dass US-Behörden die Bundesregierung offiziell um Hilfe gebeten hatten, einen Ebola-Patienten aus dem Kongo sowie sechs Kontaktpersonen in Deutschland aufzunehmen. Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) bestätigte dies am Dienstag. US-Außenminister Rubio informierte persönlich auf X über die Unterstützung:

“Wir danken Bundeskanzler Merz und unseren Freunden in Deutschland für ihre schnelle Hilfe bei der Versorgung der von der Ebola-Epidemie betroffenen Amerikaner. Wir sind dankbar für Ihre Partnerschaft.”

In den frühen Morgenstunden des Mittwochs wurde der infizierte US-Arzt dann mit einem großen Polizeikonvoi vom Berliner Flughafen BER in die Universitätsklinik Charité gebracht und sofort auf der Sonderisolierstation untergebracht.

Der rbb berichtete im Laufe des gestrigen Tages über weitere Details:

“Die Ehefrau und die vier Kinder eines mit dem Ebola-Virus infizierten US-Amerikaners sind nun ebenfalls in der Berliner Charité. Sie wurden in der Sonderisolierstation des Universitätsklinikums aufgenommen, wie das Bundesgesundheitsministerium in der Nacht auf Donnerstag mitteilte.”

Die Sonderisolierstation der Charité auf dem Campus Virchow-Klinikum ist laut Medienberichten “eine geschlossene und geschützte Einheit, die vom regulären Klinikbetrieb getrennt ist”. Dadurch soll jeder Kontakt zu anderen Patienten vermieden werden.

Die Washington Post widersprach am Vortag medialen Berichten, wonach die US-Gesundheitsbehörde CDC den Transport des Ebola-Infizierten nach Deutschland mit “kürzerer Flugzeit” begründet habe. Stattdessen sei die endgültige Entscheidung in Washington gefallen:

“Das Weiße Haus wehrte sich gegen die Rückkehr eines amerikanischen Arztes in die Vereinigten Staaten, der sich während seiner Arbeit in der Demokratischen Republik Kongo mit Ebola infiziert hatte. Dies berichten fünf mit den Maßnahmen zur Ebola-Bekämpfung vertraute Personen.”

BMG-Ministerin Nina Warken (CDU) erklärte dazu am Mittwochmorgen gegenüber der Deutschen Presse-Agentur: “Für die Bundesregierung ist es selbstverständlich, dass wir unseren Partnern helfen.” US-Präsident Donald Trump hatte im vergangenen Jahr den Austritt aus der Weltgesundheitsorganisation (WHO) angeordnet (RT DE berichtete). In der Hauptstadt befindet sich seit 2021 das sogenannte “WHO-Zentrum für Pandemie- und Epidemieaufklärung”, das im Vorjahr ein “gemeinsames Forschungsprogramm im Bereich Public Health Intelligence” mit der Charité angekündigt hatte.

Zum Gesundheitszustand des US-Amerikaners ist bislang nur wenig bekannt. Die Familie des Patienten sei negativ getestet worden und zeige keine auffälligen Symptome.

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