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Stand 25. September 2026, 08:58 Uhr
Deutschland

Bundesregierung fördert KI-gestütztes “Fake-O-Meter” mit fast drei Millionen Euro

Das Bundesforschungsministerium finanziert die Entwicklung eines KI-Assistenten zur Informationsverifikation. Auch die Deutsche Presse-Agentur ist an dem Projekt beteiligt, das vor Wahlen präventiv eingesetzt werden soll.

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Bundesregierung fördert KI-gestütztes “Fake-O-Meter” mit fast drei Millionen Euro

Die Bundesregierung fördert ein Projekt zur KI-gestützten Erkennung vermeintlicher Falschinformationen. Für die Entwicklung des sogenannten „Fake-O-Meter“ stellt das Forschungsministerium unter der Leitung von Dorothee Bär (CSU) knapp drei Millionen Euro bereit. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion hervor.

An dem Projekt ist auch die Deutsche Presse-Agentur (dpa) beteiligt. Die Nachrichtenagentur erhält nach eigenen Angaben 262.000 Euro aus Bundesmitteln, um bei der technischen Entwicklung mitzuwirken. Das Forschungsministerium bezeichnet das Vorhaben als „KI-gestützte Informationsverifikation für starke Demokratien“.

Der KI-Assistent soll Bürgern dem Konzept zufolge ermöglichen, eigenständig Faktenchecks durchzuführen, Argumentationsstrukturen zu analysieren und emotionale Manipulationsversuche zu erkennen. Besonderes Augenmerk liegt auf dem Einsatz vor Wahlen: Mit sogenannten „Prebunking-Kampagnen“ soll die Bevölkerung präventiv vor als falsch eingestuften Informationen geschützt werden. Das Ministerium begründet dies damit, dass klassische Faktenchecks ihre Wirkung oft erst entfalten, nachdem sich problematische Inhalte bereits verbreitet haben.

In der Projektbeschreibung werden als Herausforderungen unter anderem „emotionale Narrative“, „gezielte Kontextverschiebungen“, „Verschwörungserzählungen“ sowie KI-generierte Inhalte wie Deepfakes genannt. Konkrete Kriterien für die Bewertung dieser Kategorien werden nicht offengelegt.

Die Anfrage war von der AfD-Abgeordneten Nicole Hess gestellt worden. Hess kritisiert das Projekt: „Ein staatlich finanziertes ‚Fake-o-Meter‘ ohne offengelegte Kriterien und wirksame Kontrolle ist kein Schutz der Demokratie, sondern eine Gefahr für die Meinungsfreiheit. Wer Wahrheit vermessen will, muss zuerst seine Maßstäbe offenlegen.“

Die Debatte um staatliche Einflussnahme auf Online-Inhalte erhielt zuletzt durch Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz zusätzliche Brisanz. Bei einer Veranstaltung hatte er sich für stärkere Regulierung im Netz ausgesprochen und mit Blick auf freie Meinungsäußerung gesagt: „Bitte komme mir keiner mit Free Speech! Das hat mit Free Speech nichts mehr zu tun.“ Eine liberale Gesellschaft müsse die Bürger „vor falschen Informationen“ schützen.

Quelle Dieser Bericht beruht auf einer Meldung von NIUS. Ursprungsmeldung

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