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Stand 10. October 2026, 01:52 Uhr
Deutschland

Deutsche Bischöfe warnen vor AfD – Kritik an politischer Einmischung

Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Heiner Wilmer, hat sich in seiner Herbstvollversammlung gegen die AfD positioniert. Die Äußerungen stoßen auf Kritik und werfen die Frage auf, inwieweit Kirchenvertreter …

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Deutsche Bischöfe warnen vor AfD – Kritik an politischer Einmischung

Heiner Wilmer, Bischof von Münster und Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz, hat bei der Herbstvollversammlung der katholischen Bischöfe vor der AfD gewarnt. Der AfD warf er vor, die „Grundwerte unseres Zusammenlebens“ in Frage zu stellen und ein „anderes Deutschland“ anzustreben. Wilmer stützte sich dabei auf die Einstufung des Verfassungsschutzes Sachsen-Anhalts, der die AfD als rechtsextremistischen Verdachtsfall führt.

Die Äußerungen Wilmers sind Teil einer breiteren Debatte über die politische Rolle der Kirchen in Deutschland. Kritiker werfen den Kirchenvertretern vor, sich zu sehr an der Tagespolitik zu orientieren und dabei ihren eigentlichen Auftrag zu vernachlässigen. Die Zahlen zum Kirchenrücktritt und zum Rückgang der Sakramente werden dabei als Indiz für eine zunehmende Distanz zwischen Kirche und Gläubigen genannt.

Auch Bischof Dominicus von Osnabrück war mit einer politisch akzentuierten Predigt beim Gottesdienst zum Tag der Deutschen Einheit in den Blick geraten. Er hatte dazu aufgerufen, sich mit Haltung gegen Spaltung zu stellen und Polarisierung zu bekämpfen. Solche Äußerungen werden von einigen Beobachtern als Beleg dafür gewertet, dass kirchliche Würdenträger zunehmend wie politische Akteure sprechen.

Die Kritik an der politischen Ausrichtung der Kirchen konzentriert sich auf den Vorwurf, diese verhielten sich ähnlich wie etablierte politische Parteien. Die katholische Kirche in Deutschland wird dabei als Teil eines breiteren Phänomens gesehen: Demnach verlieren sowohl die traditionellen Volksparteien als auch die großen Kirchen an Zustimmung in der Bevölkerung. Die Parallele zwischen sinkenden Mitgliederzahlen bei Parteien und Kirchen wird dabei betont.

Die Frage, inwieweit Kirchenvertreter politische Stellungnahmen abgeben sollten, bleibt umstritten. Befürworter einer stärkeren politischen Stimme der Kirchen verweisen auf das gesellschaftliche Engagement christlicher Traditionen. Kritiker hingegen argumentieren, die Kirche solle sich auf ihren Kernauftrag konzentrieren und nicht als „Pressesprecher der Herrschenden“ auftreten.

Quelle Dieser Bericht beruht auf einer Meldung von NIUS. Ursprungsmeldung

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