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Nach einer aktuellen Analyse der bayerischen Staatsregierung hat die Feindseligkeit gegenüber Deutschen im Freistaat ein beispielloses Ausmaß erreicht. Diese Einschätzung basiert auf der Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der AfD-Fraktion, die den Medien Apollo News und Junger Freiheit vorliegt. Die Anfrage wurde von den AfD-Abgeordneten Florian Köhler, Johannes Meier und Oskar Lipp initiiert. Laut den vorgelegten Daten stieg die Zahl der deutschfeindlichen Straftaten im Jahr 2025 auf einen neuen Höchststand.
Die Kategorie „deutschfeindliche Straftaten” wird in Bayern seit 2019 separat erfasst. Damals, bei ihrer Einführung, wurden lediglich 20 solcher Delikte verzeichnet, die sich explizit gegen Deutsche richteten. Im Jahr 2025 waren es bereits 67 Fälle – eine Zunahme von über 200 Prozent. Insgesamt registrierte der Freistaat zwischen 2019 und 2025 insgesamt 250 Straftaten mit deutschfeindlichem Hintergrund. Darunter befanden sich 34 Gewalttaten mit 54 Opfern sowie zwei Fälle von deutschfeindlich motiviertem Terrorismus.
In ihrer Stellungnahme führte die bayerische Staatsregierung 186 Tatverdächtige auf. Von diesen besaßen 116 eine ausländische Staatsangehörigkeit, während 68 die deutsche Staatsbürgerschaft hatten. Zudem standen ein Staatenloser und eine Person mit unbekannter Staatsangehörigkeit unter dem Verdacht, deutschfeindliche Straftaten begangen zu haben. Es ist jedoch zu beachten: Doppelstaatler mit deutschem Pass werden in dieser Erhebung stets als Deutsche geführt – eine Verfahrensweise, die von der AfD kritisiert wird.
Die größte Gruppe unter den Tatverdächtigen mit ausschließlich ausländischem Pass bildeten Syrer (21 Fälle) und Türken (20 Fälle). Es folgten Personen mit serbischer oder montenegrinischer Staatsangehörigkeit (neun Fälle). Jeweils fünf Afghanen, Polen und Ukrainer gerieten ebenfalls in den Verdacht, deutschfeindliche Handlungen begangen zu haben.
Bei der Zuordnung der Motive führten die bayerischen Behörden die meisten Vorfälle auf eine „ausländische Ideologie” zurück. Diese Kategorie umfasste 75 Delikte. Bei weiteren 69 Fällen blieb die Motivlage „sonstige Zuordnung”, während 44 Fälle als „nicht zuzuordnen” eingestuft wurden. 24 Straftaten waren religiös motiviert, 20 wiesen einen rechts- und 18 einen linksextremen Hintergrund auf. Die häufigsten Delikte waren Beleidigungen (57 Fälle) und Volksverhetzung (43 Fälle).
Die Zahl der christenfeindlichen Straftaten, die in Bayern seit 2017 erfasst werden, bleibt ebenfalls auf hohem Niveau. Ihren Höchstwert erreichte diese Kategorie im Jahr 2024 mit 38 Fällen. Im vergangenen Jahr waren es mit 36 Straftaten nur geringfügig weniger. Insgesamt zählte der Freistaat seit 2017 189 christenfeindliche Delikte, darunter 25 Gewalttaten und zwei Terrorismusakte.
Zugleich erreichten auch die fremdenfeindlichen Straftaten in Bayern 2025 einen neuen Rekordwert. Der Bayerische Rundfunk berichtete Anfang Juni 2026 über eine Anfrage der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen zu diesem Thema. Das bayerische Innenministerium gab in seiner Antwort bekannt, dass im vergangenen Jahr 1.891 fremdenfeindliche Straftaten registriert wurden. Davon entfielen 655 Delikte auf Rassismus und 785 auf Ausländerfeindlichkeit. Beide Kategorien verzeichneten gegenüber 2022 einen Anstieg von rund 70 Prozent.
Es scheint, dass im Freistaat Bayern, der einst als Sinnbild für ein gemütliches Miteinander galt, das gesellschaftliche Zusammenleben zunehmend von Konflikten geprägt ist.
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