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Stand 4. November 2026, 15:13 Uhr
Deutschland

Frasers Group übernimmt bei Hugo Boss die Kontrolle

Der britische Handelskonzern Frasers Group hat sich an der Spitze des deutschen Modeunternehmens Hugo Boss etabliert. Der Schwiegersohn von Frasers-Gründer Mike Ashley führt seit Monaten den Aufsichtsrat, während das …

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Frasers Group übernimmt bei Hugo Boss die Kontrolle

Die Frasers Group kontrolliert inzwischen knapp die Hälfte der Anteile am schwäbischen Modekonzern Hugo Boss. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtet, verfügt der britische Handelskonzern zudem über Optionen auf mindestens weitere 20 Prozent der Aktien. Damit könnte sich Frasers künftig eine deutliche Mehrheit am Unternehmen sichern.

An der Spitze des Aufsichtsrats steht seit einigen Monaten Michael Murray. Der 37-Jährige führt die Frasers Group und ist mit der Tochter von Unternehmensgründer Mike Ashley verheiratet. Sein Vorgänger Stephan Sturm, früher Vorstandschef des Gesundheitskonzerns Fresenius, hatte seinen Posten aufgegeben, nachdem sich abgezeichnet hatte, dass Frasers trotz des Widerstands des Aufsichtsrats an seinen Übernahmeplänen festhalten würde. Das Kontrollgremium hatte den Aktionären zuvor empfohlen, das Angebot der Briten nicht anzunehmen.

Murray hält sich dem Bericht zufolge regelmäßig in der Konzernzentrale in Metzingen bei Stuttgart auf. Auch mit Vorstandschef Daniel Grieder steht er in engem Austausch. Wie häufig beide miteinander sprechen, wollte Grieder nicht beziffern. „Wir zählen das nicht“, erklärte der 65-Jährige. Operativ führt weiterhin der Schweizer das Unternehmen, dessen Vertrag noch bis 2028 läuft.

Die zunehmende Einflussnahme der Briten fällt in eine wirtschaftlich schwierige Phase. Am Dienstag korrigierte Hugo Boss seine Erwartungen für das laufende Geschäftsjahr 2026 nach unten. Der Umsatz soll nun im hohen einstelligen Prozentbereich schrumpfen. Als Ursachen nennt der Konzern eine schwache Nachfrage, steigende Kosten und schwierige Bedingungen auf den internationalen Absatzmärkten. Insbesondere in China und den USA entwickelt sich das Geschäft problematisch, auch die Damenmode verkauft sich schlechter als erhofft.

Ende September hatte zudem Finanzvorstand Yves Müller das Unternehmen verlassen, der auch für das operative Tagesgeschäft verantwortlich war. Nach Unternehmensangaben geschah dies aus persönlichen Gründen und auf eigenen Wunsch. Seine Aufgaben übernahm Ivica Maric.

Ob die Übernahme durch Frasers langfristig einen Rückzug von der Börse zur Folge haben könnte, ist offen. Grieder erklärte am Dienstag, entsprechende Überlegungen seien bislang nicht Gegenstand von Gesprächen gewesen. Eine solche Entscheidung liege letztlich bei der Frasers Group. Dennoch gibt sich der Vorstandschef zuversichtlich: Für Hugo Boss bestehe eine „sehr große Chance für die Marke“. Die Frasers Group bezeichnete er als langfristig orientierten Investor.

Quelle Dieser Bericht beruht auf einer Meldung von NIUS. Ursprungsmeldung

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