IG Metall ruft zu bundesweitem Aktionstag in der Autoindustrie auf
Die Gewerkschaft IG Metall mobilisiert Beschäftigte der Automobilbranche mit einem bundesweiten Aktionstag gegen Stellenabbau und drohende Verschlechterungen der Arbeitsbedingungen. An mehr als 200 Standorten sind Protestaktionen …
Die IG Metall hat Beschäftigte der Automobilbranche für diesen Montag zu einem bundesweiten Aktionstag aufgerufen. An mehr als 200 Standorten sind Betriebsversammlungen, Demonstrationen und Sternmärsche geplant. Die Gewerkschaft rechnet mit insgesamt mehr als 100.000 Teilnehmern.
Im Mittelpunkt der Proteste stehen der Abbau von Arbeitsplätzen und drohende Einschnitte bei den Arbeitsbedingungen. IG-Metall-Chefin Christiane Benner bezeichnete die Entwicklung als „beispiellosen Angriff auf die Beschäftigten in der Automobilindustrie". Nach Einschätzung der Gewerkschaft könnten auch Errungenschaften wie die 35-Stunden-Woche unter Druck geraten.
Die IG Metall verlangt von den Unternehmen höhere Investitionen in ihre deutschen Werke. Als zentrale Zukunftsfelder nennt die Gewerkschaft die Batterieproduktion, das autonome Fahren und die Modernisierung der Produktionsanlagen.
Von der Politik fordert die Gewerkschaft niedrigere Strompreise, einen Abbau bürokratischer Vorgaben, weitere Zölle auf Autos aus China sowie finanzielle Unterstützung für Zulieferbetriebe während des Strukturwandels.
Anfang Oktober beginnt in Baden-Württemberg die nächste Tarifrunde für die Metall- und Elektroindustrie. Die derzeit geltenden Entgelttarifverträge laufen am 31. Oktober aus. Mit dem Ende der Friedenspflicht wären ab November erste Warnstreiks möglich.