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Stand 5. November 2026, 16:55 Uhr
Deutschland

Insolvenzen in Deutschland erreichen neuen Höchststand

Die Zahl der Firmenpleiten in Deutschland bleibt auf historisch hohem Niveau. Im Oktober verzeichnete das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle 1.683 Insolvenzen, wobei besonders die Industrie stark betroffen ist.

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Insolvenzen in Deutschland erreichen neuen Höchststand

Im Oktober 2024 wurden in Deutschland 1.683 Insolvenzen von Unternehmen mit Handelsregistereintrag registriert. Wie das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) mitteilte, entspricht das einem Anstieg um ein Prozent gegenüber dem Vormonat und um neun Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Besonders dramatisch fällt der langfristige Vergleich aus: Gegenüber dem Durchschnitt der Jahre 2016 bis 2019 liegt die Zahl der Firmenpleiten um 83 Prozent höher.

Steffen Müller, Leiter der Insolvenzforschung am IWH, bezeichnete das aktuelle Niveau als außergewöhnlich hoch. Während die Zahl der Unternehmensinsolvenzen nur leicht zunahm, stieg die Zahl der betroffenen Arbeitsplätze deutlich stärker. Bei den zehn Prozent der größten insolventen Unternehmen waren im Oktober rund 16.800 Stellen betroffen, was einem Plus von 45 Prozent gegenüber September entspricht.

Die Industrie ist von der Entwicklung besonders stark getroffen. Im verarbeitenden Gewerbe lagen rund 9.400 Arbeitsplätze bei größeren Insolvenzverfahren auf dem Spiel. Seit Beginn der IWH-Erhebungen im Januar 2020 wurde nur im September 2024 ein höherer Wert registriert. Zu den im Oktober eröffneten Insolvenzverfahren gehören die des Batterieherstellers Varta AG und mehrerer verbundener Unternehmen.

Das Institut weist darauf hin, dass die Zahl der betroffenen Stellen nicht bedeutet, dass alle Beschäftigten ihre Arbeit verlieren. Sie diene vielmehr als Anhaltspunkt für das Ausmaß der wirtschaftlichen Folgen. Für November und Dezember erwartet das IWH aufgrund gesunkener Frühindikatoren einen Rückgang der Unternehmensinsolvenzen. Diese Indikatoren laufen der tatsächlichen Entwicklung üblicherweise zwei bis drei Monate voraus.

Die monatliche Auswertung des IWH basiert auf Meldungen der Insolvenzgerichte. Berücksichtigt werden ausschließlich Unternehmen mit Handelsregistereintrag, weshalb die Ergebnisse von den später veröffentlichten amtlichen Insolvenzstatistiken abweichen können.

Quelle Dieser Bericht beruht auf einer Meldung von NIUS. Ursprungsmeldung

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