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Stand 25. September 2026, 08:58 Uhr
Deutschland

Linkspartei führt vor Berlin-Wahl – Umfragen sehen sie bei 20 bis 23 Prozent

Kurz vor der Abgeordnetenhauswahl am Sonntag liegt die Linkspartei in Berlin in den Umfragen vorn. Grüne und SPD signalisieren Kooperationsbereitschaft für eine mögliche Regierungsbildung.

Lesezeit 1 Minute
Linkspartei führt vor Berlin-Wahl – Umfragen sehen sie bei 20 bis 23 Prozent

Die Linkspartei erreicht in Berliner Umfragen vor der Wahl am Sonntag 20 bis 23 Prozent und liegt damit auf Platz eins. Ihre Spitzenkandidatin Elif Eralp strebt das Amt der Regierenden Bürgermeisterin an. Grüne mit 16 Prozent und SPD mit 11 Prozent haben ihre Bereitschaft zu einer Koalition erklärt.

Die Partei hat nach eigenen Angaben inzwischen rund 19.000 Mitglieder in der Hauptstadt und ist damit mitgliederstärkste Kraft vor Ort. In ihrem Wahlprogramm fordert sie unter anderem die Enteignung großer Wohnungsunternehmen. Zudem will sie nach eigenen Darstellungen „das kapitalistische System“ überwinden.

Die Partei sucht zunehmend den Schulterschluss mit Einwanderern aus dem Nahen Osten und beteiligt sich an Demonstrationen gegen Israel. Jüdische Gemeinden in Berlin berichten von wachsender Verunsicherung und Angst vor antisemitischen Übergriffen.

Die historische Einordnung greift zurück auf den 9. September 1948, als der damalige SPD-Spitzenkandidat Ernst Reuter vor 300.000 Menschen am zerbombten Reichstag eine Rede hielt. Er appellierte an die westlichen Alliierten, West-Berlin nicht der Roten Armee zu überlassen. Die Luftbrücke beendete die Blockade.

1961 ließ die SED-Regierung die Mauer errichten. Nach deren Fall 1989 formierte sich die SED zunächst als PDS neu, später als Linke. Die Partei war in Berlin wiederholt in Senatskoalitionen mit der SPD beteiligt.

Der Kommentator der Quellmeldung, Gunnar Schupelius, warnt vor einer Regierungsbeteiligung der Linken und kritisiert eine seiner Meinung nach wachsende Geschichtsvergessenheit. Er sieht Parallelen zwischen aktuellen Positionen der Partei und der SED-Vergangenheit.

Quelle Dieser Bericht beruht auf einer Meldung von NIUS. Ursprungsmeldung

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