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Stand 20. October 2026, 00:47 Uhr
Deutschland

Luftverkehr in Deutschland bricht um 18 Prozent ein

Die Zahl der Flüge an deutschen Flughäfen ist seit 2019 deutlich zurückgegangen. Branchenvertreter machen dafür vor allem hohe Steuern und Gebühren verantwortlich.

Lesezeit 1 Minute
Luftverkehr in Deutschland bricht um 18 Prozent ein

Die Flugbewegungen an deutschen Flughäfen sanken von 1,7 Millionen im Jahr 2019 auf voraussichtlich 1,4 Millionen bis Ende 2025. Das entspricht einem Rückgang um 18 Prozent. Im selben Zeitraum verdoppelten sich die Steuern und Gebühren für die Luftverkehrswirtschaft. Die An- und Abfluggebühren an deutschen Passagierflughäfen haben sich demnach von 2021 bis 2026 verdreifacht und liegen inzwischen doppelt so hoch wie beispielsweise in Brüssel.

Die Luftverkehrsteuer wurde 2024 unter der Vorgängerregierung um ein Viertel auf bis zu 71 Euro pro Flug und Passagier erhöht. Sie war 2010 eingeführt worden, um den CO2-Ausstoß durch Flugzeuge zu reduzieren. Die Einnahmen fließen in den Bundeshaushalt. Die amtierende Regierung unter Bundeskanzler Friedrich Merz senkte die Abgabe zum 1. Juli 2026 leicht ab. Für Kurzstrecken beträgt sie nun 11,40 Euro, für Mittelstrecken 39,94 Euro und für Langstrecken 59,43 Euro pro Fluggast.

Nach Angaben des Bundesverbandes der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) ist der Rückgang des Flugverkehrs eine direkte Folge der hohen Abgaben. BDL-Hauptgeschäftsführer Joachim Lang erklärte, die Anbindung an europäische Wirtschaftsmetropolen habe sich in den vergangenen Jahren wesentlich verschlechtert.

Während sich der Luftverkehr in den meisten europäischen Ländern laut der Auswertung von der Corona-Pandemie erholt hat und teils zweistellige Wachstumsraten verzeichnet, setzt sich der negative Trend in Deutschland fort. Auch Österreich und Island verzeichneten demnach noch keine vollständige Erholung auf das Niveau von 2019.

In den Flugplänen für 2025 fehlten im Vergleich zu 2019 insgesamt 35 Millionen Sitzplätze. Mehrere europäische Länder erheben nach den vorliegenden Angaben keine Luftverkehrsteuer. Wo eine solche Abgabe besteht, liegt sie mit Ausnahme der Niederlande unter dem deutschen Niveau.

Quelle Dieser Bericht beruht auf einer Meldung von NIUS. Ursprungsmeldung

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