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Stand 10. October 2026, 00:50 Uhr
Deutschland

Mehrheit für fallweise Zusammenarbeit mit AfD – Parteiverbot abgelehnt

Eine knappe Mehrheit der Deutschen hält eine Zusammenarbeit mit der AfD im Einzelfall für prüfenswert. Gleichzeitig spricht sich etwas mehr als die Hälfte gegen ein Verbot der Partei aus.

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Mehrheit für fallweise Zusammenarbeit mit AfD – Parteiverbot abgelehnt

Laut einer repräsentativen Umfrage befürworten 53 Prozent der Bundesbürger, eine mögliche Kooperation mit der AfD nicht pauschal auszuschließen, sondern situationsabhängig zu entscheiden. 45 Prozent der Befragten vertreten demgegenüber die Auffassung, dass die anderen Parteien eine Zusammenarbeit mit der AfD grundsätzlich ablehnen sollten. Die Erhebung wurde vom ZDF-Politbarometer durchgeführt.

Bei der Betrachtung nach Parteipräferenzen zeigen sich erhebliche Unterschiede. Unter den Anhängern der FDP sprechen sich 86 Prozent für eine fallweise Prüfung aus, bei den Wählern der CDU/CSU sind es 54 Prozent. Unter den AfD-Anhängern liegt dieser Wert bei 97 Prozent. Eine generelle Ablehnung der Kooperation dominiert hingegen bei den Anhängern von SPD (70 Prozent), Grünen (76 Prozent) und Linken (79 Prozent).

Ein mögliches Parteiverbot lehnen 51 Prozent der Befragten ab, während 43 Prozent ein solches befürworten. Unter den Anhängern von Union und FDP überwiegt die Ablehnung eines Verbots mit 54 beziehungsweise 55 Prozent. Gleichzeitig stuft eine deutliche Mehrheit von 68 Prozent die AfD als Gefahr für die Demokratie ein, 29 Prozent teilen diese Einschätzung nicht. In Ostdeutschland lehnen 42 Prozent die Einstufung als demokratiegefährdend ab, in Westdeutschland sind es 26 Prozent.

Für Bundeskanzler Friedrich Merz ergeben die Umfragewerte keine positive Tendenz. Bei der Bewertung von Sympathie und politischer Leistung auf einer Skala von plus fünf bis minus fünf erreicht er einen Durchschnittswert von minus 2,0 Punkten. Dies ist ein Rückgang gegenüber September, als er noch bei minus 1,9 Punkten lag. Bereits damals bewerteten 79 Prozent seine Amtsführung als eher schlecht, nur 17 Prozent äußerten sich positiv.

Bei der Sonntagsfrage bleibt die AfD mit 28 Prozent die stärkste politische Kraft. Die Union kommt unverändert auf 21 Prozent. Die Grünen gewinnen einen Prozentpunkt hinzu und liegen mit 15 Prozent vor der SPD, die bei 13 Prozent verharrt. Die Linke erreicht 12 Prozent, die FDP drei Prozent.

Quelle Dieser Bericht beruht auf einer Meldung von NIUS. Ursprungsmeldung

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