Merz verwendet bei Henkel-Auftritt den Begriff “Mitarbeitende”
Bundeskanzler Friedrich Merz hat bei einem Unternehmensbesuch in Düsseldorf den gegenderten Begriff "Mitarbeitende" verwendet. Das sticht besonders hervor, da er die Gendersprache in der Vergangenheit wiederholt scharf kritisiert …
Bei einem Auftritt in Düsseldorf würdigte Merz die wirtschaftliche Entwicklung des Unternehmens Henkel. Er hob hervor, dass der Konzern während der Corona-Pandemie weder staatliche Hilfen in Anspruch genommen noch "Mitarbeitende" entlassen habe.
Der Einsatz des Begriffs "Mitarbeitende" fällt auf, weil Merz sich früher deutlich gegen Gendersprache positioniert hatte. 2021 hatte er öffentlich gefragt, wer "diesen Gender-Leuten" das Recht gebe, "einseitig unsere Sprache zu verändern". Später bezeichnete er Universitäten und den öffentlich-rechtlichen Rundfunk im Zusammenhang mit Gendersprache als "Volkserziehungsanstalten".
In seinen eigenen Reden nutzt Merz üblicherweise entweder die herkömmliche Pluralform oder die Doppelnennung "Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter". Der Begriff "Mitarbeitende" als substantiviertes Partizip Präsens bezeichnet grammatikalisch Personen, die aktuell mitarbeiten, und wird in der Gendersprache als geschlechtsneutrale Alternative verwendet.
Merz führt seit Anfang 2025 eine schwarz-rote Koalition aus Union und SPD. Seit seinem Amtsantritt als Bundeskanzler werden seine Äußerungen und Auftritte verstärkt auf mögliche inhaltliche Verschiebungen hin beobachtet.