Die Welt am Sonntag veröffentlichte Daten, die das Bundesbildungsministerium auf eine Anfrage der AfD hin zusammengestellt hatte. Diese Zahlen widerlegen nicht nur die Behauptung, Migration löse den Fachkräftemangel, sondern zeigen auch, dass entsprechende Bildungsmaßnahmen gescheitert sind. Die intensive Betreuung von Migranten seit 2015 – mit Integrationskursen und unterschiedlichen Ausbildungsförderungen – scheint kaum Wirkung gezeigt zu haben.
So verfügten 42,1 Prozent aller Ausländer im Alter von 25 bis 34 Jahren über keinen Berufsabschluss. Auch in der Altersgruppe der 35- bis 39-Jährigen sah die Lage nicht besser aus.
Unter den Syrern zwischen 25 und 34 Jahren hatten 74,5 Prozent keinen Berufsabschluss, bei Afghanen waren es 72,1 Prozent, bei Somaliern 85,8 Prozent und bei Eritreern 83,6 Prozent. Dies geschah, obwohl etwa in Bayern der Zugang zu Berufsschulen für Flüchtlinge bis zum 25. Lebensjahr verlängert wurde. Zum Vergleich: In der deutschen Bevölkerung liegt der Anteil derer ohne Berufsabschluss bei 13,9 Prozent.
Das Ministerium wies darauf hin, dass in vielen dieser Herkunftsländer Berufe ohne formale Bildung ausgeübt würden. Fehlende Abschlüsse bedeuteten nicht zwangsläufig fehlende Kenntnisse. Zudem hätten Krieg, Verfolgung und Fluchterfahrung bei jenen, die bei der Einreise noch jung waren, häufig unterbrochene Bildungsbiografien verursacht.
Studien zu den Gründen für den hohen Anteil „von Personen mit syrischer oder afghanischer Staatsangehörigkeit ohne Berufsabschluss” lägen noch nicht vor, erklärte eine Sprecherin des Ministeriums.
Allerdings zeigen selbst die Erfahrungen mit den frühesten Migrationswellen, etwa aus Griechenland oder der Türkei, dass viele, die vor fünfzig Jahren als Analphabeten nach Deutschland kamen, auch Analphabeten blieben. Erst mit der nächsten Generation änderte sich das. Doch in Deutschland gibt es heute weit weniger Beschäftigungsmöglichkeiten für Ungelernte und Analphabeten als vor fünfzig Jahren.
Eine Verzerrung ergibt sich zudem daraus, dass bereits Eingebürgerte – die für den am besten integrierten und vermutlich auch gebildetsten Teil zumindest der Syrer stehen – in dieser Antwort nicht erfasst wurden, da sie nicht mehr als Ausländer gelten.
Unabhängig davon sind jene, die bereits als Fachkräfte mit entsprechendem Aufenthaltstitel einreisten, auch entsprechend qualifiziert. In den Jahren 2024 und 2025 wurden insgesamt 350.000 solcher Visa erteilt.
„Die Bildungszahlen belegen es schwarz auf weiß: Wir lösen den Fachkräftemangel nicht durch die massenhafte Einwanderung eines Bildungsprekariats”, kommentierte René Springer, arbeitspolitischer Sprecher der AfD-Fraktion, dieses Ergebnis.
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