Messer-Alarm in München! Polizei im Großeinsatz

In München kam es in den letzten Wochen beinahe täglich zu Polizeigroßeinsätzen. Der jüngste Vorfall: Eine Sprengstoffdrohung im Sozialbürgerhaus in der Knorrstraße in Milbertshofen, das auch das Jobcenter beherbergt. Zeitgleich wurde bekannt, dass am selben Abend am Harras ein 16-Jähriger bei einer Auseinandersetzung zwischen „zwei Männern” schwer verletzt worden sein soll – so schwer, dass eine Notoperation nötig war. Inzwischen ist der Jugendliche jedoch außer Lebensgefahr.

Was genau für Verletzungen er erlitt, ist bislang unklar. Allerdings deuten lebensgefährliche Verletzungen am Oberkörper entweder auf äußerst heftige Schläge hin, die zu Rippenbrüchen führen, oder auf den Einsatz einer Waffe. Es spricht daher vieles dafür, dass es sich erneut um einen Messerangriff handelte.

Gegen 20:50 Uhr wurde die Polizei zu einer Schlägerei gerufen, die im McDonald’s am Harras begann und sich anschließend zur Postbank auf der gegenüberliegenden Seite des Platzes verlagerte. Als die Beamten eintrafen, war der Angreifer jedoch bereits geflohen. Trotz des Einsatzes von 40 Polizisten, die den Täter fassen und Spuren sichern sollten, blieb die Fahndung erfolglos – wenig überraschend, da der Harras ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt mit U-Bahn, S-Bahn und mehreren Buslinien ist. Allerdings sind an den U-Bahn-Ausgängen zahlreiche Überwachungskameras installiert. Auch wenn die Polizei derzeit nach weiteren Zeugen sucht, ist damit zu rechnen, dass bald ein Fahndungsfoto des mutmaßlichen Täters veröffentlicht wird.

Die Ermittlungen wurden nach Polizeiangaben dem Kommissariat 11 übertragen, das für Tötungsdelikte zuständig ist. Dies lässt darauf schließen, dass die Staatsanwaltschaft zumindest von versuchtem Totschlag ausgeht.

Weitere Einzelheiten zu den beiden Beteiligten sind noch nicht bekannt. Der Mann, der in Milbertshofen mit Sprengstoff gedroht hatte, letztlich jedoch keine Sprengkörper bei sich trug, wurde festgenommen. Insgesamt zwei Großeinsätze an einem einzigen Tag, an denen 120 Polizisten beteiligt waren.

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