Nach tödlicher Attacke auf Zugbegleiter: Zehn Jahre Haft für Angeklagten

Bei einer Fahrkartenkontrolle in einem Regionalexpress in Rheinland-Pfalz kam es Anfang Februar zu einem tragischen Vorfall: Ein 36-jähriger Zugbegleiter namens Serkan C. wurde nach einem direkten Angriff noch am Tatort für tot erklärt, nachdem ein Fahrgast ihn attackiert hatte.

Fünf Monate nach dieser gewaltsamen Auseinandersetzung wurde der Angeklagte nun zu einer Freiheitsstrafe von zehn Jahren verurteilt. Das Landgericht Zweibrücken sprach das Urteil wegen „Körperverletzung mit Todesfolge“, wobei das Urteil noch nicht rechtskräftig ist.

Der 26-jährige Täter besaß keinen Fahrschein und versetzte dem Schaffner einen so heftigen Schlag gegen den Kopf, dass das Opfer eine tödliche Hirnblutung erlitt. „Der äußere Geschehensablauf ist zweifelsfrei dokumentiert“, erklärte der Staatsanwalt in seinem Plädoyer, in dem er insgesamt zwölf Jahre Haft „wegen Körperverletzung mit Todesfolge“ forderte. Die Staatsanwaltschaft erkannte dabei keinen bewussten „Tötungsvorsatz“; andernfalls hätte das Urteil auf „Totschlag oder Mord“ lauten können.

Der Angeklagte, ein Grieche mit damaligem Wohnsitz in Luxemburg, hatte den Ermittlungen zufolge kein Ticket und verweigerte zudem die Identifikation. Nach der Aussteigungsaufforderung des Zugbegleiters kam es zu dem brutalen Vorfall.

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