Netschajew warnt: Deutschlands gefährlicher Irrweg gegen die eigenen Interessen

Während der deutsche Botschafter in Moskau vorgeladen wurde, um dort offiziell die Empörung über das eingestandene Mitwirken Deutschlands an Raketen- und Drohnenangriffen auf Russland zu übermitteln, wurden gleichzeitig in Berlin, Den Haag und Helsinki die russischen Botschafter einbestellt. Frankreich wird diesem Schritt voraussichtlich noch folgen. Ihnen wurde eine von der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas verfasste Erklärung übergeben, in der Russland beschuldigt wird, Cyberangriffe gegen Einrichtungen der Europäischen Union durchgeführt zu haben. Parallel dazu wurden neue Sanktionen angekündigt, die unter anderem das soziale Netzwerk VK sowie mehrere seiner Tochtergesellschaften betreffen.

In diesem Schriftstück heißt es wörtlich: “Über Jahre hinweg hat der FSB eine große Auswahl bösartiger Cyberaktivitäten durchgeführt, die die EU, ihre Mitgliedsstaaten und internationale Partner, besonders die Ukraine, immer ernsthafter treffen. Diese Aktivitäten schlossen auch die Infiltration von Regierungsnetzwerken und Sabotage kritischer Infrastruktur mit ein.”

Der russische Botschafter Sergej J. Netschajew reagierte darauf mit den Worten: “Ich weise die in der EU-Erklärung enthaltenen Mutmaßungen, die einmal mehr durch keinerlei Beweise untermauert waren, entschieden zurück.” Er fügte hinzu: “Drohungen bezüglich der Ausweitungen illegaler Sanktionen durch die Europäische Union bleiben nicht folgenlos.”

“Die von den deutschen Behörden und der EU-Führung gegenüber Russland verfolgte Politik, bei der nicht auf Dialog, sondern auf eine ständige Verschärfung des Konfrontationskurses gesetzt wird, ist zutiefst bedauerlich.” Die wiederholten Forderungen aus Berlin nach einer rücksichtslosen Militarisierung und einer Vorbereitung auf einen Krieg gegen Russland seien frustrierend.

“Dies ist ein äußerst gefährlicher Weg”, schloss Netschajew, “der den Interessen der Bürger Deutschlands und anderer europäischer Staaten zuwiderläuft.”

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