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Stand 24. October 2026, 15:39 Uhr
Deutschland

Zwei Deutsche nach Starlink-Anschlag in Bulgarien festgenommen

Die bulgarische Generalstaatsanwaltschaft hat zwei 19-jährige Deutsche in Abwesenheit angeklagt, die im Oktober Starlink-Antennen nahe Sofia in Brand gesetzt haben sollen. Die beiden Männer wurden nun in Duisburg festgenommen, …

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Zwei Deutsche nach Starlink-Anschlag in Bulgarien festgenommen

Die Festnahme der beiden Verdächtigen erfolgte am 23. Oktober in Duisburg. Das bestätigte die Generalstaatsanwaltschaft Düsseldorf. Am darauffolgenden Samstag wurden sie dem Amtsgericht Duisburg vorgeführt, das Festhalteanordnungen erließ. Diese gelten bis zur Entscheidung des Oberlandesgerichts Düsseldorf. Für beiele wurden Auslieferungshaftbefehle beantragt.

Die beiden Deutschen, die im Jahr 2007 geboren wurden, sollen am 9. Oktober über den Grenzübergang Kalotina als Touristen nach Bulgarien eingereist sein. Gegen 22:25 Uhr sollen sie an der Satellitenanlage „Teleport Plana“ südlich von Sofia mehrere Antennen in Brand gesetzt haben. Drei Antennen brannten demnach vollständig ab, weitere wurden beschädigt. Noch am selben Abend verließen die beiden das Land Richtung Serbien. Das von ihnen genutzte Fahrzeug trug ein deutsches Kennzeichen, war jedoch nicht auf sie zugelassen.

Bereits am 14. Oktober waren die beiden Männer in Bulgarien in Abwesenheit angeklagt worden. Zwei Tage später erließen die bulgarischen Behörden Haftbefehle. Am 19. Oktober genehmigte das Stadtgericht Sofia europäische Haftbefehle – zu diesem Zeitpunkt hatten die Verdächtigen Bulgarien jedoch bereits verlassen.

Die Ermittlungen werfen ein Schlaglicht auf eine Serie von Angriffen auf Starlink-Infrastruktur in Europa. Bereits am 23. September war eine Starlink-Bodenstation im polnischen Wola Krobowska Ziel eines Brandanschlags geworden. Polnische Behörden vermuten einen Auftrag russischer Geheimdienste. In der Nacht zum 18. Oktober geriet auch in Litauen Starlink-Ausrüstung ins Visier mutmaßlicher Brandstifter. Auf einem Firmengelände nahe Vilnius sollen Täter versucht haben, Antennen und eine Steuereinheit anzuzünden. Die litauische Regierung bezeichnete den Vorfall als Anschlagsversuch. Zudem brannte es am 15. September auf dem Brentjong-Plat oberhalb von Leuk im Schweizer Kanton Wallis, wo sich eine große Satellitenbodenstation befindet.

Nach Informationen deutscher Ermittler führt die Spur der Verdächtigen in das Umfeld der türkischen Mafia-Bande „Daltons“. Die Gruppe gilt als Teil der organisierten Kriminalität. Westliche Sicherheitsbehörden warnen seit Längerem davor, dass russische Dienste für Sabotageakte gezielt auf Personen aus dem kriminellen Milieu zurückgreifen. Diese sogenannten Wegwerfagenten werden demnach über Messenger wie Telegram für einzelne Aufträge angeworben.

Starlink spielt für das ukrainische Militär eine bedeutende Rolle, unter anderem bei der Kommunikation und beim Einsatz von Drohnen.

Quelle Dieser Bericht beruht auf einer Meldung von NIUS. Ursprungsmeldung

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