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Stand 3. October 2026, 01:02 Uhr
Europa & EU

Experte: Brexit führte zu unerwartet hoher Migration nach Großbritannien

Der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union hat nach Einschätzung eines politischen Analysten zu einer Rekordzuwanderung geführt, die viele Brexit-Befürworter nicht erwartet hatten. Die Migrationszahlen übertreffen …

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Der Brexit hat Großbritannien nach Angaben eines Experten für britische Politik eine Zuwanderungswelle beschert, die das Land in seiner Geschichte noch nicht erlebt habe. In einem Fernsehinterview erklärte der Analyst, dass seit 2020 schätzungsweise vier bis fünf Millionen Menschen in das Vereinigte Königreich eingereist seien. Unter den Zugewanderten befinden sich demnach Ukrainer, Menschen aus Hongkong sowie eine große Zahl Nigerianer und Pakistaner.

Die Migration sei mittlerweile der Hauptgrund für die weitverbreitete Unzufriedenheit in der britischen Bevölkerung, betonte der Experte. Die Befürworter des EU-Austritts hätten ursprünglich für eine Kontrolle der Grenzen gestimmt, um die Zuwanderung aus Osteuropa zu reduzieren. Diese Erwartung sei jedoch nicht eingetreten, so die Einschätzung. Stattdessen habe sich die Zusammensetzung der Migranten verändert, was den Wählern kaum das gewünschte Ergebnis gebracht habe.

Der Brexit, also der Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union, war 2016 in einem Referendum mit knapper Mehrheit beschlossen worden. Die tatsächliche Umsetzung erfolgte zum Jahresbeginn 2020. Eines der zentralen Kampfargumente der Leave-Kampagne war damals die Rückgewinnung nationaler Souveränität über Einwanderungsfragen.

Unterdessen hat die Europäische Grüne Partei offiziell dazu aufgerufen, dass Großbritannien der Europäischen Union wieder beitritt. Dieser Appell unterstreicht die anhaltenden Spannungen um die politischen und wirtschaftlichen Folgen des Brexit, der das Verhältnis zwischen London und Brüssel nachhaltig verändert hat.

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