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Stand 19. October 2026, 02:02 Uhr
Europa & EU

Massive Ausschreitungen in Frankreich: Rathaus abgebrannt, 1.200 Festnahmen

Bei landesweiten Protesten gegen hohe Lebenshaltungskosten ist es in Frankreich zu schweren Ausschreitungen gekommen. Ein denkmalgeschütztes Rathaus brannte weitgehend aus, rund 150 Polizisten wurden verletzt.

Lesezeit 2 Minuten
Massive Ausschreitungen in Frankreich: Rathaus abgebrannt, 1.200 Festnahmen

Hunderttausende Menschen gingen am Samstag in ganz Frankreich auf die Straße. Aus den Protesten entwickelten sich gewaltsame Ausschreitungen, bei denen öffentliche Gebäude angegriffen, Geschäfte geplündert und Feuer gelegt wurden. Nach Angaben der Regierung wurden etwa 1.200 Personen festgenommen.

Besonders schwer traf es die Stadt Limoges im Zentrum des Landes. Dort setzten Randalierer das historische Rathaus in Brand, das daraufhin weitgehend ausbrannte. Der Bürgermeister Guillaume Guérin verurteilte die Tat scharf und sprach von einer chaotischen Lage im Land.

Der französische Premierminister Sébastien Lecornu machte eine „besonders gewalttätige Ultralinke" für die Angriffe verantwortlich. Er sprach von einem „entsetzlichen Ausmaß an Gewalt" und beschrieb die Täter als sehr gut organisierte Gruppe, die systematisch Eigentum, Personen und staatliche Institutionen angegriffen habe. Die Ausschreitungen bezeichnete er als „politisches Manöver, das Gewalt billigt".

Justizminister Gérald Darmanin kündigte ein hartes Vorgehen gegen die Randalierer an. Er sprach von „Ausschreitungen von beispiellosem Ausmaß". Die Staatsanwaltschaften seien zu entschlossenem Handeln aufgefordert worden. Präsident Emmanuel Macron erklärte, die Verantwortlichen für die Zerstörungen würden strafrechtlich verfolgt und bestraft.

Neben Limoges gab es gewaltsame Zwischenfälle in zahlreichen weiteren Städten. In Marseille drangen Demonstranten nach Angaben des Innenministeriums in ein Rathaus ein und plünderten Geschäfte, zudem versuchten sie, eine Polizeiwache zu stürmen. In Lyon brannte die Touristeninformation, in Avignon drangen Randalierer in den Innenhof der Präfektur ein. Der Pariser Bürgermeister Emmanuel Grégoire berichtete von vollständig verwüsteten Straßenzügen.

Die Polizei setzte in mehreren Städten Tränengas, Schlagstöcke und Wasserwerfer ein. Dabei gab es auch Verletzte unter den Demonstranten. Ein 17-Jähriger verlor in Saint-Étienne durch eine von der Polizei abgefeuerte Granate eine Hand. In Nancy wurden drei Menschen durch eine Blendgranate verletzt.

Quelle Dieser Bericht beruht auf einer Meldung von NIUS. Ursprungsmeldung

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