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Stand 18. October 2026, 21:55 Uhr
Europa & EU

Mutmaßlicher Brandanschlag auf Starlink-Lager in Litauen

In Litauen ist in der Nacht zum Sonntag ein mutmaßlicher Brandanschlag auf ein Gelände mit Starlink-Ausrüstung verübt worden. Die Regierung spricht von einem gescheiterten Anschlagsversuch.

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Mutmaßlicher Brandanschlag auf Starlink-Lager in Litauen

In der Nacht zum Sonntag ist auf dem Gelände eines litauischen Unternehmens, das Ausrüstung für Elon Musks Satelliteninternet Starlink lagert, ein Feuer gelegt worden. Nach Angaben der Regierung handelt es sich um einen gescheiterten Anschlagsversuch. Das Unternehmen war den Sicherheitsbehörden zufolge bereits vor möglichen Angriffen gewarnt worden, die Bewachung wurde verstärkt. Diese zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen sollen einen größeren Schaden verhindert haben.

Für Montag hat Ministerpräsident Mindaugas Sinkevičius eine Sitzung der nationalen Sicherheitskommission einberufen. Neben dem mutmaßlichen Brandanschlag soll dort auch der Eindringling eines unbekannten Flugobjekts in den litauischen Luftraum am Sonntagmorgen behandelt werden. Ob beide Ereignisse in einem Zusammenhang stehen, ist bislang unklar.

Der Vorfall in Litauen reiht sich in eine Serie von Angriffen auf Starlink-Infrastruktur in Europa ein. Sicherheitsbehörden vermuten hinter den Tätern die türkische Mafia-Bande „Daltons“, für die russische Geheimdienste als Drahtzieher gehalten werden. Am 23. September war eine Starlink-Bodenstation in Polen in Brand geraten. Die polnische Regierung machte russische Geheimdienste verantwortlich.

Knapp drei Wochen später, am 12. Oktober, wurden in Nürtingen in Baden-Württemberg zwei türkische Staatsbürger festgenommen. Ihnen wird vorgeworfen, eine Starlink-Anlage im Auftrag eines ausländischen Geheimdienstes angezündet zu haben. Recherchen deuten auf Verbindungen der Verdächtigen zur Bande „Daltons“ hin.

In Bulgarien sollen am 10. Oktober zwei Männer eine Starlink-Anlage nahe Sofia angegriffen und elf von 17 Antennen beschädigt haben. Der bislang früheste bekannte Vorfall ereignete sich am 15. September in der Schweiz. Auf dem Brentjong-Plateau oberhalb von Leuk im Kanton Wallis brach ein Feuer aus, wo die Signalhorn AG eine Satellitenbodenstation betreibt und Starlink eine eigene Anlage mit 40 Antennen errichten will. Die Kantonspolizei Wallis bestätigte den Vorfall auf Anfrage; die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingeleitet.

Das Satelliteninternet von Starlink ist für die ukrainische Armee von strategischer Bedeutung. Die wiederholten Angriffe auf die zugehörige Infrastruktur in mehreren europäischen Ländern werfen die Frage nach der Sicherheit kritischer Kommunikationstechnologien auf.

Quelle Dieser Bericht beruht auf einer Meldung von NIUS. Ursprungsmeldung

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