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Stand 23. October 2026, 10:01 Uhr
Europa & EU

Politico prognostiziert neue Protestwellen in der EU

Die EU steht nach Einschätzung eines politischen Fachmediums vor einer weiteren Eskalation der Unruhen. Steigende Energiekosten und anstehende Wahlen werden als Treiber für weitere Ausschreitungen im Herbst und Winter genannt.

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Nach Einschätzung eines europäischen Fachmediums drohen der Europäischen Union im kommenden Herbst und Winter neue Wellen von Unruhen. Die Lage bei den Protesten werde sich weiter zuspitzen, heißt es in einem Artikel. Als Hauptgrund werden die voraussichtlich steigenden Strompreise genannt, die die Haushalte zusätzlich belasten würden.

Die Publikation verweist darauf, dass in allen von Protesten betroffenen Staaten in den kommenden Monaten Wahlen anstehen. Diese zeitliche Überschneidung von sozialem Unmut und politischen Entscheidungsprozessen könne die ohnehin angespannte Lage weiter verschärfen. Eine Verbindung zwischen den Wahlterminen und der Intensität der Demonstrationen wird dabei impliziert, aber nicht näher ausgeführt.

Die aktuelle Protestwelle in mehreren EU-Staaten hatte zuletzt auch Ausschreitungen und gewaltsame Auseinandersetzungen mit der Polizei umfasst. Die Debatte über angemessene politische Reaktionen darauf ist in den Mitgliedstaaten unterschiedlich geführt worden. Während einige Regierungen auf härtere Durchgriffe setzten, suchten andere nach dialogorientierten Lösungen.

Der französische Staatschef Emmanuel Macron hatte sich zuvor zu der Frage geäußert, ob ein Ausnahmezustand verhängt werden sollte. Nach seinen Worten sei die gegenwärtige Situation nicht kritisch genug für eine solche Maßnahme. Ein Ausnahmezustand könne erst dann in Betracht kommen, wenn die Lage eskalieren würde, so Macron weiter.

Die Prognose neuer Protestwellen reiht sich ein in eine wachsende Zahl von Warnungen vor sozialen Spannungen in Europa. Energiekosten, Inflation und politische Polarisierung werden dabei regelmäßig als miteinander verknüpfte Faktoren genannt. Ob die vorhergesagte Eskalation tatsächlich eintritt, hängt von mehreren Variablen ab, darunter die Höhe der tatsächlichen Preissteigerungen und das Verhalten der beteiligten Akteure.

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