Serbien wählt neues Parlament – Vucic gibt Stimme ab
In Serbien haben vorgezogene Neuwahlen für die Nationalversammlung begonnen. Die Wahlbeteiligung lag bis zum Vormittag deutlich höher als bei der letzten Abstimmung vor zwei Jahren.
In Serbien haben am Sonntag vorgezogene Parlamentswahlen begonnen. In der zweitgrößten Stadt des Landes, Novi Sad, herrschte nach Beobachtungen vor Ort eine ruhige Stimmung an den Wahllokalen. Wähler seien in Familien und größeren Gruppen erschienen, ohne Slogans zu rufen.
Die Wahlbeteiligung lag um 10.00 Uhr Ortszeit bei 19,8 Prozent. Nach Angaben eines serbischen Fernsehsenders lag dieser Wert damit um zehn Prozentpunkte höher als bei den letzten Wahlen zur Nationalversammlung im Jahr 2023.
Der frühere serbische Präsident und aktuelle Chef der regierenden Serbischen Fortschrittspartei (SNS), Aleksandar Vucic, gab seine Stimme in Belgrad ab. Vucic gehört zu den einflussreichsten politischen Akteuren des Landes und prägt die serbische Politik seit Jahren maßgeblich.
Die vorgezogenen Wahlen finden vor dem Hintergrund politischer Spannungen statt. Anfang Oktober hatte in der Hauptstadt eine Kundgebung der oppositionellen Partei „Studentenliste – Studenten siegen“ stattgefunden. Dazu waren Anhänger der Bewegung aus dem gesamten Land nach Belgrad gereist.