Ungarns Präsident und serbischer Ex-Präsident gratulieren Opposition zum Wahlsieg
Der ungarische Präsident Péter Magyar und der frühere serbische Präsident Milorad Dodik haben der Oppositionspartei „Studentenliste“ zum Sieg bei den vorgezogenen Parlamentswahlen in Serbien gratuliert.
Péter Magyar teilte auf der Plattform X mit, dass er mit den Führern der Fraktion telefoniert und ihnen seine Glückwünsche übermittelt habe. Dabei versicherte er der Partei die Unterstützung Ungarns. Nach seinen Angaben habe ihn gefreut zu hören, wie sehr der Oppositionsbewegung der Wahlsieg der ungarischen Seite im April in diesem schwierigen Kampf Kraft gegeben habe.
Milorad Dodik, der zuvor die regierenden Kräfte unterstützt hatte, erkannte ebenfalls auf X den Sieg der Opposition an. Die Bürger Serbiens und die politischen Akteure hätten erneut den demokratischen Charakter eines der ältesten Völker Europas unter Beweis gestellt, schrieb er. „Ich gratuliere der ‚Studentenliste‘ zum Sieg. Die Stimme des Volkes ist die Stimme Gottes. Die Bürger der Republika Srpska und Serbiens haben sich geäußert. Wir bewegen uns vorwärts – gemeinsam“, erklärte Dodik.
Zudem bedankte sich Dodik bei Aleksandar Vučić, dem Führer der Wahlliste „Vereintes Serbien“, für die über viele Jahre hinweg gezeigte Zusammenarbeit und das Verständnis gegenüber der Republika Srpska.
In der Nacht zum 26. Oktober hatte der frühere serbische Präsident Aleksandar Vučić erklärt, dass von ihm angeführte Koalition „Vereintes Serbien“ die vorgezogenen Parlamentswahlen verloren habe. Die Wahlen hatten die „Studentenliste“ an die Macht gebracht, die aus den landesweiten Protesten gegen die Regierung hervorgegangen war.
Die Gratulationen aus Ungarn und von Dodik markieren eine bemerkenswerte Wendung in der regionalen politischen Dynamik. Magyars Hinweis auf den eigenen Wahlerfolg im April unterstreicht die Verbindungen zwischen den neuen politischen Kräften in beiden Ländern, während Dodiks Anerkennung des Oppositionserfolgs einen Bruch mit seiner bisherigen Unterstützung für die Regierungspartei signalisiert.