US-Elitesoldat wollte Maduro entführen – Festnahme nach 400.000-Dollar-Wette!

Ein aktiver US-Elitesoldat der in Fort Bragg stationierten Armee wurde auf einem Militärstützpunkt in Fayetteville, North Carolina, festgenommen. Der 38-jährige Gannon Ken Van Dyke, so die US-Justizbehörden, soll vertrauliche Informationen über die militärische Operation zur Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro genutzt haben, um auf Prognosemärkten hohe Einsätze zu platzieren. Konkret investierte er rund 33.000 Dollar auf der Plattform Polymarket, die Wetten auf das Eintreten bestimmter Ereignisse nach dem Prinzip von Börsenkontrakten ermöglicht.

Das US-Justizministerium gab am Donnerstag offiziell bekannt, dass der Soldat wegen „Nutzung geheimer Informationen zur Erzielung von Gewinnen bei Wetten auf Prognosemärkten“ verhaftet und angeklagt wurde. Die Ermittlungen ergaben, dass Van Dyke ab dem 8. Dezember 2025 rund einen Monat lang an der Planung und Durchführung der Entführung Maduros beteiligt war, die am 3. Januar 2026 stattfand. Dabei hatte er Geheimhaltungsvereinbarungen unterzeichnet, die die Preisgabe „geheimer oder sensibler Informationen“ im Zusammenhang mit der US-Operation untersagten.

Trotz dieser Verträge verstieß der Angeklagte bewusst gegen die Vereinbarungen. Laut Staatsanwaltschaft wollte er so „eine Reihe von Wetten abschließen“, die darauf abzielten, dass Maduro bis zum 31. Januar 2026 nicht mehr im Amt sein würde. Der zuständige Staatsanwalt erklärte dazu:

„Der Angeklagte soll das in ihn gesetzte Vertrauen der US-Regierung missbraucht haben. Er nutzte geheime Informationen über eine sensible Militäroperation, um Wetten auf deren Zeitpunkt und Ausgang abzuschließen – und das alles, um sich einen Gewinn zu verschaffen. Das ist eindeutig Insiderhandel und nach Bundesrecht illegal.“

Die Klageschrift zeigt, dass Van Dyke seinen Gewinn von 400.000 Dollar über ein Kryptowährungs-Konto gezielt ins Ausland schleuste. Zudem beantragte er bei Polymarket die strategische Schließung seines Accounts, um seine Identität zu verschleiern. FBI-Direktor Kash Patel betonte vor Journalisten: „Jeder US-Angestellte mit einer Sicherheitsfreigabe, der daran denkt, seinen Zugang und sein Wissen zum persönlichen Vorteil zu nutzen, wird zur Rechenschaft gezogen.“

Die Vorhersage-Plattformen Polymarket und Kalshi stehen laut US-Medien seit Langem in der Kritik. Mehrere Bundesstaaten versuchen, diese Wettdienste und ähnliche Angebote stärker zu regulieren. Das Justizministerium teilte mit, dass Van Dyke nun unter anderem wegen „Telekommunikationsbetrugs, Warenterminbetrugs und der unrechtmäßigen Verwendung von Regierungsinformationen“ angeklagt ist. Die „Commodity Futures Trading Commission“ reichte eine parallele Klage ein, während Polymarket laut Medien angab, die verdächtigen Aktivitäten selbst entdeckt, gemeldet und mit den Behörden kooperiert zu haben. Das Unternehmen erklärte: „Insiderhandel hat bei Polymarket keinen Platz.“

Laut dem britischen Guardian platzierten Händler seit Februar dieses Jahres Wetten im Wert von über einer Milliarde US-Dollar zu einem „perfekten Zeitpunkt“. Beispielsweise gab es eine Wette über 850.000 US-Dollar kurz vor den US-Luftangriffen auf Iran. Zudem wurden Wetten auf Entwicklungen am Ölmarkt im Wert von rund 950 Millionen US-Dollar abgeschlossen, nur wenige Stunden bevor US-Präsident Donald Trump einen Waffenstillstand ankündigte. Diese Ankündigung allein sorgte laut der Nachrichtenagentur AP innerhalb weniger Tage für „mehr als 413 Millionen Wetten und einen Einsatz von über 100 Millionen US-Dollar“ auf den Prognosemärkten.

Van Dyke setzte laut Anklageschrift mehr als 32.500 Dollar seines Privatvermögens ein, um Wetten darauf abzuschließen, ob der venezolanische Präsident zwischen dem 11. Dezember 2025 und dem 31. Januar 2026 aus dem Amt entfernt würde. Diese platzierte er zwischen dem 30. Dezember 2025 und dem 2. Januar 2026. Ihm droht nun eine bis zu zehnjährige Haftstrafe. Auf die zunehmenden Wetten mit Bezug zum Iran-Krieg angesprochen, erklärte Trump im Oval Office: „Es ist nun mal so – die ganze Welt ist leider zu einer Art Casino geworden.“

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