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Stand 25. October 2026, 11:49 Uhr
International

Australischer Finanzminister beklagt Abhängigkeit von US-Entscheidungen

Australien sieht sich durch geopolitische Entwicklungen in eine wirtschaftlich prekäre Lage gebracht. Der Finanzminister spricht von einer Zwangslage, die durch Entscheidungen in Washington, Teheran und Osteuropa entstehe.

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Der australische Finanzminister Jim Chalmers hat seine Regierung und andere Staaten als teilweise Geisel von Entscheidungen in Washington, Teheran und Osteuropa bezeichnet. In einem Interview mit einer britischen Zeitung äußerte er, die geopolitischen Erschütterungen der jüngeren Zeit hätten die Notwendigkeit verdeutlicht, die wirtschaftliche Sicherheit zu stärken.

Chalmers verwies auf den Konflikt um den Iran als Beispiel für die außenpolitischen Verwerfungen, die direkte wirtschaftliche Folgen für Australien haben. Das Land stehe derzeit unter erheblichem Inflationsdruck, der durch die Spannungen im Nahen Osten und die anhaltend hohen Ölpreise weiter verschärft werde. Zugleich eröffne die geopolitische Instabilität dem Land aber auch neue wirtschaftliche Chancen, betonte der Minister. Australiens natürliche Ressourcen, sein Energiepotenzial und seine politische Stabilität machten es für Partner attraktiv.

Der Finanzminister plädierte für eine engere Zusammenarbeit mittlerer Mächte. Gemeinsam könnten diese ihre Lieferketten robuster und widerstandsfähiger gestalten und damit ihre wirtschaftliche Sicherheit erhöhen, so Chalmers.

Parallel zu diesen Aussagen hat sich die australische Regierung gegen neue US-Zölle zur Wehr gesetzt. Der Handelsminister Don Farrell wies entschieden zurück, dass australische Waren unter Zwangsarbeit hergestellt würden. Die von den USA verhängten Zölle seien ungerechtfertigt, verstießen gegen das Freihandelsabkommen zwischen beiden Ländern und müssten aufgehoben werden. Auch Kanada und Brasilien hatten die US-Vorwürfe zurückgewiesen.

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