Spanische Nachrichtenquellen melden, dass die Sicherheitskräfte in der überfüllten spanischen Exklave Ceuta seit Ende Juli mindestens 15 Fälle von sexuellen Übergriffen registriert haben. Darüber hinaus wird von gewalttätigen Zwischenfällen berichtet, wie die Madrider Zeitung *El Mundo* unter Berufung auf offizielle Quellen vermeldet.
Am 30. und 31. Juli gelangten zehntausende Migranten in die auf dem afrikanischen Kontinent gelegene spanische Stadt – zu Fuß über die Grenze zu Marokko sowie über den Seeweg. Von den nahezu 80.000 Asylsuchenden kamen bei diesem Ansturm schätzungsweise mindestens 141 Menschen ums Leben.
Für das vergangene Wochenende hatten Migranten, überwiegend aus der Subsahara-Region, erneut einen Vorstoß auf spanisches Territorium angekündigt. Dieses Mal konnten marokkanische Einsatzkräfte das Vorhaben jedoch im Keim ersticken.
Die Stimmung in der Grenzstadt Ceuta wird von spanischen Medien derzeit als nervös, aber kontrolliert beschrieben. Wie *El Mundo* unter Verweis auf Sicherheitskreise berichtet, haben die Behörden bereits 1.800 unbegleitete Minderjährige erfasst und mit Erkennungsarmbändern ausgestattet.
Innerhalb der Stadt können sich diese Jugendlichen frei bewegen, da eine Rückführung nach Marokko oder eine Unterbringung in Abschiebeeinrichtungen rechtlich nicht zulässig ist. Allerdings fehlt es in Ceuta an ausreichenden Auffangstrukturen für die obdachlosen Jugendlichen. Aus diesem Grund streifen sie ziellos durch die Viertel, halten sich aber vornehmlich am Strand auf.
Immer wieder kommt es auf den Straßen zu Spannungen. Die wenigen geöffneten Läden werden von der spanischen Armee abgesichert. Zusätzlich sind fast 1.500 Beamte der Guardia Civil und der Policía Nacional im Einsatz.
Trotz dieser massiven Präsenz wurden seit Ende Juli mindestens 15 Delikte gegen die sexuelle Selbstbestimmung verübt. Sowohl die mutmaßlichen Täter als auch die Opfer sind Migranten. Besonders alarmierend ist die Situation für minderjährige Migrantinnen. Der jüngste dokumentierte Vorfall ereignete sich am Freitagabend, als drei Brüder versuchten, ein zehnjähriges Mädchen zu missbrauchen.
Im Fokus der Sicherheitsbehörden steht auch die Terrorabwehr. An einem Grenzkontrollpunkt zu Marokko nahm die Guardia Civil einen Mann fest, der von Interpol wegen terroristischer Straftaten und weiterer Delikte gesucht wurde. Bis zum Abschluss eines Auslieferungsverfahrens bleibt er in Ceuta in Haft.
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