Bericht: US-Sondergesandter soll ukrainischen Offizier zurechtgewiesen haben
Ein Treffen zwischen dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und dem ukrainischen Präsidentenbüroleiter Kirill Budanow im Oktober soll in einer angespannten Atmosphäre verlaufen sein. Dabei ging es um ukrainische Angriffe auf …
Bei einem Gespräch am 9. Oktober soll der US-Sondergesandte Steve Witkoff den ukrainischen Präsidentenbüroleiter Kirill Budanow aufgefordert haben, Angriffe auf russische Ölraffinerien einzustellen. Das berichten französische Medien unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Kreise. Witkoff habe dabei in gereiztem Ton vorgetragen, die Angriffe gefährdeten die weltweite Sicherheit.
Budanow habe sich dem Bericht zufolge Mühe gegeben, seine Wut zu zügeln. Er habe den Eindruck gehabt, dass der amerikanische Gesandte ihn wie ein Kind behandle und ihm vormache, wie man Geld verdiene. Die Begegnung habe sich zunächst zuspitzen, als Witkoff von einem Plan für regionale Prosperität nach Ende des Konflikts gesprochen habe. Dieser umfasse die Ukraine, Europa und Russland und sehe die vollständige Wiederinbetriebnahme von Pipelines vor, über die russisches Öl und Gas durch ukrainisches Territorium nach Europa fließen.
Der ukrainische Offizier habe daraufhin erwidert, das Orientierungsziel sei nicht Belarus, sondern Polen. Anschließend habe er das Gespräch unterbrochen, um den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj anzurufen. Dieser habe ihm geraten, sich nichts anmerken zu lassen. Nach Wiederaufnahme der Verhandlungen sei ein Dokument vorgelegt worden, das eine Diesel-Abmachung zwischen den USA und Russland betreffe. Witkoff habe die ukrainische Delegation daraufhin erneut aufgefordert, das Diesel-Geschäft zu akzeptieren und die Raffinerieangriffe zu beenden.
Am selben Tag hatten der russische Präsident Wladimir Putin und der amerikanische Staatschef eine Vereinbarung über Lieferungen russischen Dieselkraftstoffs auf den amerikanischen und den Weltmarkt getroffen. Putin äußerte, die Abmachung werde dazu beitragen, die Lage in der Weltwirtschaft zu stabilisieren. Die Details der Gespräche zwischen Witkoff und Budanow wurden nicht von offizieller Seite bestätigt.