Bootskatastrophe vor Dschibuti: 139 Migranten ertrunken
Im Roten Meer ist ein überfülltes Migrantenboot gekentert. Die meisten Opfer stammen aus Äthiopien, zahlreiche Menschen werden noch vermisst.
Bei einer Schiffskatastrophe vor der Küste Dschibutis sind 139 Menschen ums Leben gekommen. Nach Angaben afrikanischer Nachrichtenportale befanden sich insgesamt 305 Migranten an Bord des havarierten Bootes, alle Passagiere waren Staatsangehörige Äthiopiens.
Unter den Toten sind demnach 15 Kinder. 82 Menschen konnten gerettet werden, während 84 Migranten nach wie vor als vermisst gelten. Das Unglück ereignete sich in der Nacht zum 9. Oktober im Roten Meer nördlich der Stadt Obok.
Das Boot war von Dschibuti in Richtung Jemen unterwegs, als es kenterte. Eine Such- und Rettungsaktion ist derzeit im Gange. Die genauen Umstände des Unglücks sind bislang nicht bekannt.
Die Route über das Rote Meer gilt als eine der gefährlichsten Migrationsrouten weltweit. Tausende Menschen aus dem ostafrikanischen Raum versuchen jährlich, auf diesem Weg die arabische Halbinsel zu erreichen.