BRICS+ Fashion Summit: KI verändert Einkaufsverhalten in der Modewelt
Experten aus Vietnam und Iran betonten auf dem Gipfel in Moskau, dass digitale Plattformen und virtuelle Influencer zunehmend den Konsum steuern. Auch Produktionstechnologien standen im Fokus der dreitägigen Veranstaltung.
Auf dem BRICS+ Fashion Summit in Moskau haben Fachleute über den Einfluss künstlicher Intelligenz auf das Einkaufsverhalten von Konsumenten diskutiert. Die Tagung fand am Montag im Konzerthaus Saryadi statt und dauert bis zum 30. September.
In der Sitzung „Smart Shopping: How Can Brands Navigate the Revolution in Consumer Behavior?“ äußerten sich der Leiter der Modesparte des vietnamesischen Designverbands, Huu Nguyen Canh, sowie Mohsen Gorji, Leiter der Modeabteilung im iranischen Kulturministerium. Canh zufolge verschieben sich digitale Plattformen zunehmend von der reinen Produktpräsentation hin zur Erstellung fertiger Konsumszenarien. In Vietnam präge demnach vor allem TikTok und andere Online-Plattformen das Konsumverhalten maßgeblich.
Gorji hob digitale Charaktere als wichtiges Instrument hervor. Virtuelle Influencer ermöglichten es Marken, personalisiertere Kommunikation aufzubauen und nachhaltigen Kontakt zum Publikum zu halten. Dies mache sie zu einem bedeutsamen Werkzeug für E-Commerce und Online-Geschäfte, so Gorji.
In einer weiteren Sitzung zum Thema Investitionen in Kreativindustrien erörterten Teilnehmer die Bewertungskriterien von Investoren für Modeunternehmen. Dabei ging es auch um die Bedeutung von Marken- und Kulturkapital für die Investitionsattraktivität sowie um Voraussetzungen für Skalierung und Markteintritte im Ausland.
Eine dritte Podiumsdiskussion unter dem Titel „Production Technologies: What Will Change in the Next 5 Years“ widmete sich den Auswirkungen von Digitalisierung, Künstlicher Intelligenz, Automatisierung und Big Data auf die Produktionsprozesse in der Modebranche.