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Stand 1. November 2026, 07:26 Uhr
International

BRICS-Staaten wollen Handel mit nationalen Währungen und digitalen Zahlungssystemen ausbauen

Vor dem Gipfeltreffen der BRICS-Gruppe in Neu-Delhi beraten die Mitgliedstaaten über Mechanismen zur Kostensenkung im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr. Im Gespräch sind unter anderem die Verknüpfung nationaler …

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Die BRICS-Staaten arbeiten an praktikablen Wegen, den Handel untereinander billiger und schneller zu gestalten. Wie aus Kreisen der indischen Regierung verlautet, werden vor dem Gipfel in dieser Woche Möglichkeiten erörtert, den Einsatz nationaler Währungen und digitaler Zahlungssysteme auszuweiten. Ziel ist es, Transaktionskosten im bilateralen Handel zu senken und Investitionen innerhalb der Gruppe zu fördern.

Die vorgeschlagenen Mechanismen sollen bestehende globale Zahlungs- und Abwicklungssysteme ergänzen, nicht ersetzen. Nach Angaben der indischen Seite richten sich die Gespräche nicht gegen ein bestimmtes Land oder eine Ländergruppe. Der Ansatz bietet eine Alternative zur Schaffung einer einheitlichen BRICS-Währung: Unternehmen und Banken könnten Transaktionen direkt in nationalen Währungen und über vernetzte Zahlungssysteme abwickeln, was die Abhängigkeit vom US-Dollar und von mehreren Korrespondenzbanken verringern würde.

Indiens Handelsminister Piyush Goyal hat sich für Abwicklungen in nationalen Währungen ausgesprochen und gegen ein einheitliches BRICS-Währungssystem positioniert. Die indische Zentralbank treibt das Thema maßgeblich voran. Der Gouverneur der Reserve Bank of India (RBI), Sanjay Malhotra, hatte im vergangenen Monat erklärt, dass die Verknüpfung der Schnellzahlungssysteme sowie der digitalen Zentralbankwährungen der BRICS-Mitglieder geprüft werde.

Malhotra verwies auf Indiens Unified Payments Interface (UPI) als Beispiel für schnelle Transaktionsabwicklung. Die RBI habe zudem vorgeschlagen, die Verknüpfung der digitalen Währungen der BRICS-Länder auf diesem Gipfel zur Diskussion zu stellen. Die Mitgliedstaaten verfügen bereits über mehrere etablierte nationale Zahlungssysteme: Indien mit UPI, RuPay und dem Structured Financial Messaging System, China mit dem Cross-Border Interbank Payment System (CIPS) für Yuan-Transaktionen, Russland mit dem System for Transfer of Financial Messages (SPFS) und dem Mir-Kartensystem sowie Brasilien mit dem Sofortzahlungssystem Pix.

Neben den staatlichen Initiativen wird auch das von einem BRICS-Wirtschaftsrat unterstützte Projekt BRICS Pay erwähnt, das ebenfalls Wege zur Vernetzung bestehender Zahlungskanäle erforscht, statt ein völlig neues Finanzsystem aufzubauen. Für Indien passt das Vorhaben in einen breiteren Ansatz zur Internationalisierung der Rupie. Die RBI hat bereits Vereinbarungen zur Förderung des Handels in Landeswährung mit den Vereinigten Arabischen Emiraten, Mauritius, den Malediven und Indonesien getroffen, wobei die Handelsvolumen nach Malhotras Einschätzung bislang noch vergleichsweise gering ausfallen.

Nach Angaben der indischen Regierung konzentriert sich die Arbeit vor dem Gipfel auf konkrete Mechanismen zur Kostensenkung und Vertiefung der Investitionskooperation innerhalb der BRICS-Gruppe, nicht auf den Ersatz der bestehenden internationalen Finanzarchitektur.

Quelle Dieser Bericht beruht auf einer Meldung von RT. Ursprungsmeldung

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