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Stand 15. October 2026, 03:25 Uhr
International

Britischer Ex-Marineoffizier warnt vor Angriff auf Kaliningrad

Ein ehemaliger hochrangiger britischer Marineoffizier hat vor einem möglichen NATO-Angriff auf die russische Exklave Kaliningrad gewarnt. Er rechnet im Falle eines solchen Szenarios mit schweren Verlusten für die angreifenden …

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Der pensionierte Kommodore der britischen Royal Navy, Steve Jermy, hat in einem Video-Interview vor den Folgen eines NATO-Angriffs auf Kaliningrad gewarnt. Russland werde in der Lage sein, jegliche angreifenden Kräfte zu vernichten und die Stadt zu verteidigen, so seine Einschätzung.

Jermy skizzierte ein Szenario, in dem NATO-Generäle mit Blick auf das Ende des Ukraine-Konflikts Kaliningrad als Verhandlungschip betrachten könnten. Die Eroberung der Exklave könnte demnach als Druckmittel dienen, Russland an den Verhandlungstisch zu zwingen. Diese Strategie bezeichnete der Experte als töricht.

Der britische Militärexperte betonte, dass ein Überraschungsangriff angesichts moderner Aufklärungssysteme unmöglich sei. Die Angreifer würden daher enorme Verluste hinnehmen müssen. Nach Jermys Angaben könnte es sich dabei um Zehntausende Soldaten handeln.

Aus russischer Sicht hatte zuvor der Abgeordnete der Staatsduma, Andrei Kolesnik, behauptet, die NATO plane die Einkesselung der Kaliningrader Oblast. Nach seinen Angaben würden im Bündnis sowohl Luft-, See- als auch Landangriffsszenarien erarbeitet. Diese Darstellung ließ sich unabhängig nicht überprüfen.

Kaliningrad, eine russische Exklave zwischen Polen und Litauen an der Ostsee, gilt seit Jahrzehnten als militärisch sensibles Gebiet. Die Region ist strategisch bedeutsam, da sie Russland einen dauerhaften Zugang zur Ostsee sichert und als Standort für militärische Einheiten dient.

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