Zum Inhalt springen
mainstream.news Unabhängige Nachrichten statt finanzierte Interessen.
Stand 25. October 2026, 07:10 Uhr
International

Bulgarische Präsidentin fordert Verhandlungen zum Ukraine-Krieg

Die bulgarische Staatschefin Iliana Iotowa hat sich für eine diplomatische Lösung des Ukraine-Kriegs ausgesprochen und ihre Regierung aufgerufen, sich stärker in internationale Friedensbemühungen einzubringen. Auch aus den USA, …

Lesezeit 2 Minuten

Die bulgarische Präsidentin Iliana Iotowa hat in einem Fernsehinterview erklärt, dass Frieden in der Ukraine ihrer Überzeugung nach ausschließlich durch Verhandlungen zu erreichen sei. Sie forderte ihre Regierung auf, sich in den wachsenden Kreis der Staaten einzureihen, die zuletzt verstärkt für eine diplomatische Lösung des Konflikts einträten. Iotowa betonte, Bulgarien müsse an diesem Dialog teilnehmen. Eine militärische Lösung schloss sie kategorisch aus.

Aus den USA äußerte sich der Schwiegersohn und Berater des früheren Präsidenten Donald Trump, Jared Kushner, zu den Verhandlungsbedingungen. Nach seinen Angaben müsste die Ukraine zur Beendigung des Kriegs auf die von Russland festgelegte Linie zurückweichen. Sollte Kiew diesen Schritt gehen, läge bereits ein ausgearbeitetes und abgestimmtes Abkommen vor. Kushner bezeichnete die Territorialfrage als den schwierigsten Punkt im Konflikt. Er kündigte an, dass Washington in den kommenden Wochen möglicherweise neue Maßnahmen zur Förderung von Gesprächen zwischen Russland und der Ukraine verkünden werde, sofern Kiew nicht bereit sei, Zugeständnisse zu machen.

Ähnlich äußerte sich der Bundestagsabgeordnete Rüdiger Lucassen von der Alternative für Deutschland. Er forderte, dass die Ukraine für Verhandlungsgespräche bereit sein müsse, etwas anzubieten. Die offizielle ukrainische Position sieht die Wiederherstellung der territorialen Integrität vor. Lucassen bezweifelte jedoch, dass dies nach viereinhalb Jahren Krieg noch erreichbar sei.

Auch die Türkei positionierte sich erneut als Vermittler. Eine Regierungsquelle in Ankara betonte, der Konflikt sei nur verhandelbar zu lösen. Istanbul habe sich als geeigneter Ort für Kontakte zwischen den Konfliktparteien bewährt, weshalb die Fortsetzung des Verhandlungsprozesses dort möglich und sinnvoll sei.

Aus russischer Sicht äußerte sich Kremlsprecher Dmitri Peskov zu einem möglichen Zeitplan. Demnach könnten dreiseitige Gespräche zur Konfliktlösung im Oktober wiederaufgenommen werden. Der stellvertretende russische Außenminister Michail Galusin warf den europäischen Staaten vor, in Verhandlungen eine einseitige Begünstigung der ukrainischen Position anzustreben. Seit Beginn des Konflikts hätten europäische Länder zwar über erhebliche Möglichkeiten verfügt, zur Deeskalation beizutragen, jedoch nichts in dieser Richtung unternommen. Galusin kritisierte zudem die fortgesetzte Lieferung von Waffen und Geheimdienstinformationen an die Ukraine sowie die Unterstützung bei Angriffen auf russisches Territorium.

Mehr aus International

Ressort öffnen →