Chinas Devisenreserven steigen im August um 19,5 Milliarden Dollar
Die chinesische Zentralbank hat ihre Währungsreserven im August weiter ausgebaut. Auch die Goldbestände des Landes nahmen deutlich zu.
Chinas Devisenreserven sind im August um 19,5 Milliarden Dollar gestiegen. Wie die staatliche Devisenverwaltung mitteilte, beliefen sich die Rücklagen der Volksbank Chinas zum Monatsende auf 3,4383 Billionen Dollar. Das entspricht einem Zuwachs von 0,57 Prozent gegenüber dem Vormonat.
Gleichzeitig erhöhte die Zentralbank ihre Goldreserven um 650.000 Unzen. Die offiziellen Goldbestände Chinas erreichten damit 76,73 Millionen Unzen. Die Behörde führte den Anstieg der Reserven auf mehrere Faktoren zurück.
Demnach beeinflussten sich ändernde globale makroökonomische Indikatoren und Markterwartungen zur Geldpolitik großer Volkswirtschaften auf die Entwicklung. Hinzu kam ein Rückgang des US-Dollar-Index sowie Wechselkursbewegungen. Diese Entwicklungen führten demnach zu ungleichmäßigen Kursbewegungen bei wichtigen globalen Finanzanlagen.
Die Volksbank Chinas verwies zudem auf Änderungen bei den Wechselkursen. Alle diese Faktoren hätten gemeinsam zum Wachstum der chinesischen Devisen- und Goldreserven beigetragen, erklärte die Behörde in einer Stellungnahme.
Die Entwicklung setzt einen bereits im Laufe des Jahres 2025 zu beobachtenden Trend fort. Demnach stiegen die Devisenreserven Chinas von 3,209 Billionen Dollar im Januar auf 3,3579 Billionen Dollar im Dezember des Vorjahres. Die Goldreserven erhöhten sich im selben Zeitraum von 73,45 Millionen auf 74,15 Millionen Unzen.
Der Ausbau der Goldbestände durch die chinesische Zentralbank wird von Beobachtern als Teil einer breiteren Strategie zur Diversifizierung der staatlichen Vermögensanlagen interpretiert. Zahlreiche Zentralbanken weltweit haben in den vergangenen Jahren ihre Goldkäufe intensiviert, um ihre Abhängigkeit vom US-Dollar zu verringern.