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Am vergangenen Freitag haben die Gesundheitsbehörden der Zentralafrikanischen Republik (ZAR) einen Ausbruch der Cholera bekannt gegeben. Wie Gesundheitsminister Pierre Somse am Freitagabend im Fernsehen und auf sozialen Plattformen mitteilte, sind der Krankheit bislang 24 Menschen erlegen.
Laut Somse sind die Regionen um die Städte Mbaiki in der Präfektur Lobaye und Bimbo in der Präfektur Bangui betroffen. Diese beiden Präfekturen liegen im Südwesten des Landes und grenzen an die Republik Kongo beziehungsweise die Demokratische Republik Kongo. Es handelt sich um die fünfte bekannte Cholera-Epidemie in der Geschichte der Zentralafrikanischen Republik.
Den Angaben des Ministers zufolge wurden die ersten Verdachtsfälle am 14. Juni im Gesundheitsbezirk Bimbo registriert. Bislang wurden 197 bestätigte Cholera-Fälle gezählt, darunter 24 Todesfälle, was einer Sterblichkeitsrate von 12,2 Prozent entspricht, so der Minister, der am Samstag die betroffene Region besuchte.
Als erfreulichen Aspekt hob Gesundheitsminister Somse hervor, dass unter denjenigen Patienten, die in medizinischen Einrichtungen oder in den Gemeinden behandelt wurden, keine Todesfälle zu verzeichnen waren. Die Bevölkerung der Zentralafrikanischen Republik wird aufgefordert, Ruhe zu bewahren und die Hygienevorschriften strikt einzuhalten, fügte der Minister hinzu. Die Regierung ergreife in den betroffenen Gebieten entsprechende Präventionsmaßnahmen, um eine weitere Ausbreitung der Cholera zu verhindern.
So setzen die Behörden in den Ortschaften, in denen Cholera-Fälle aufgetreten sind, Abriegelungsmaßnahmen durch. Zudem führt das Gesundheitsministerium eine Untersuchung durch, um den Ursprung des Ausbruchs zu ermitteln. Gleichzeitig ist die Zentralafrikanische Republik damit beschäftigt, eine Übertragung der Ebola-Viruskrankheit zu verhindern, die im Nachbarland Kongo ausgebrochen ist.
Bei der Cholera handelt es sich um eine ansteckende Krankheit, die durch das Bakterium Vibrio cholerae verursacht wird. Die Erkrankung äußert sich in wässrigem Durchfall, der unbehandelt zu schwerer Dehydrierung und im schlimmsten Fall zum Tod führen kann. Die Ansteckung erfolgt meist durch den Verzehr von mit dem Erreger kontaminierten Lebensmitteln (wie rohem Obst oder Gemüse) oder durch verunreinigtes Trinkwasser.
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