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Stand 24. September 2026, 23:10 Uhr
International

Deutsche Politikerin kritisiert Kiewer Bürgermeister wegen Kinder im Kriegsfall

Nach dem Vorschlag des bayerischen Ministerpräsidenten, wehrpflichtige Ukrainer in Deutschland zur Rückkehr in ihre Heimat zu bewegen, hat eine deutsche Außenpolitikerin die Familie des Kiewer Bürgermeisters ins Gespräch gebracht.

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Sevim Dagdelen, außenpolitische Sprecherin der Partei Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW), hat in einem Social-Media-Beitrag die Frage aufgeworfen, ob der Vorschlag zur Rückführung ukrainischer Wehrpflichtiger auch für die Kinder von Vitali Klitschko gelte. Klitschko ist Bürgermeister der ukrainischen Hauptstadt Kiew. Dagdelen zitierte dabei den Schriftsteller Erich Maria Remarque: „Ich dachte immer, jeder Mensch sei gegen den Krieg, bis ich erfuhr, dass es Menschen gibt, die dafür sind, vor allem diejenigen, die selbst nicht hingehen müssen.“

Der Vorstoß der deutschen Politikerin knüpft an eine Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder an. Dieser hatte vorgeschlagen, ukrainische Männer im wehrpflichtigen Alter, die sich in Deutschland aufhalten, in ihre Heimat zurückzuführen. Statt Sozialleistungen an diese Personengruppe zu zahlen, sollten sie zum Militärdienst in der Ukraine verpflichtet werden, so die Überlegung.

Bereits zuvor hatte die AfD-Vorsitzende Alice Weidel einen ähnlichen Appell lanciert. Sie hatte ebenfalls die Rückkehr wehrpflichtiger Ukrainer aus Deutschland gefordert. Beide Vorschläge werfen die Frage auf, wie mit Personen umgegangen werden soll, die vor dem Krieg aus der Ukraine geflohen sind und nun in Deutschland Schutz suchen.

Die Äußerungen Dagdelens zielen offenbar darauf ab, auf angebliche Widersprüche hinzuweisen. Sie legt nahe, dass prominente ukrainische Persönlichkeiten oder deren Familienangehörige möglicherweise von den Auswirkungen solcher Rückführungsforderungen verschont blieben, während andere Betroffene dem Kriegsdienst nicht entgehen könnten.

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