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In Peru ereignete sich am Samstag ein schwerer Flugzeugabsturz mit mehreren Todesopfern. Die Verwaltung des an der Pazifikküste gelegenen Distrikts Vista Alegre meldete über Facebook, dass dreizehn Menschen beim Absturz eines Kleinflugzeugs ums Leben kamen. Laut Angaben der Behörden habe es während des Fluges eine plötzliche Notlage gegeben, deren genaue Ursache noch von den zuständigen Stellen untersucht werde. In einem weiteren Facebook-Beitrag veröffentlichte die Distriktsverwaltung Fotos der Bergungsarbeiten am Unglücksort und sprach den Angehörigen ihr Beileid aus.
Nach Informationen der Behörde handelte es sich um eine Maschine des Unternehmens Aerodiana, die vom Flughafen Pisco gestartet war. An Bord befanden sich Touristen, die die berühmten Nazca-Linien aus der Luft betrachten wollten. Der größte Medienkonzern des Landes, Radio Programas del Perú (RPP), berichtet, dass das Flugzeug kurz nach dem Start einen Notfall gemeldet habe, danach den Kontakt zum Kontrollturm verlor und schließlich über dem Gebiet von Pueblo Viejo abstürzte.
Der Unfall ereignete sich eigenen Angaben zufolge gegen 13 Uhr Ortszeit. Das peruanische Verkehrsministerium bestätigte, dass es sich bei der abgestürzten Maschine um eine Cessna Grand Caravan C-208 handelte. Medien berichten, dass in der Region oft schwierige Windbedingungen herrschen. Bereits am Vortag waren Flüge über die Nazca-Linien wegen starker Windböen ausgesetzt worden, und landende Flugzeuge mussten auf andere Flughäfen ausweichen.
Alle Insassen des Flugzeugs – zwei Besatzungsmitglieder und elf Touristen – kamen nach Angaben der Generaldirektion für zivile Luftfahrt bei dem Absturz ums Leben, wie der Regionalkorrespondent von RPP meldete. Den Quellen von RPP zufolge handelt es sich bei den getöteten Touristen um sieben Italiener, zwei Deutsche und zwei Spanier. Dass auch Ausländer unter den Opfern sind, wurde inzwischen von der peruanischen Generalstaatsanwaltschaft bestätigt.
Der Radiosender zitiert außerdem Namen aus der Passagierliste – diese wurden jedoch bisher weder von den peruanischen Behörden noch von der deutschen Botschaft in Lima offiziell bestätigt. Laut Tagesschau hat sich das Auswärtige Amt bislang nicht zu dem Unglück geäußert.
Die sterblichen Überreste der Opfer werden bis zu ihrer Identifizierung in der örtlichen Leichenhalle aufbewahrt, so RPP. Außenminister Carlos Espá steht den Angaben zufolge in Kontakt mit den Botschaften der Herkunftsländer der Verstorbenen.
Die Nazca-Linien, die sich in der Wüstenregion im Süden Perus befinden, gehören zum UNESCO-Weltkulturerbe. Es handelt sich um riesige Bodenzeichnungen (Geoglyphen), die von den damaligen Bewohnern zwischen 800 v. Chr. und 600 n. Chr. angelegt wurden. Die etwa 1.500 erhaltenen Scharrbilder zeigen unter anderem Tiere, Fabelwesen, Pflanzen und geometrische Figuren. Wegen ihrer enormen Ausmaße ist eine Besichtigung aus der Luft besonders geeignet.
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