Ebola-Tote in der DR Kongo überschreiten 4500
Die Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo hat einen neuen traurigen Höhepunkt erreicht. Nach Behördenangaben sind mittlerweile mehr als 4500 Menschen an der Krankheit gestorben, während sich das Virus auf weitere …
Laut dem Gesundheitsministerium der Demokratischen Republik Kongo sind seit Beginn der Epidemie im Mai insgesamt 9455 bestätigte Infektionsfälle registriert worden. Die Zahl der Todesopfer beläuft sich demnach auf 4561, was einer Letalitätsrate von 48,2 Prozent entspricht. Die Behörde veröffentlichte diese Daten in ihrem aktuellen Bulletin.
Das Epizentrum der Epidemie befindet sich weiterhin in der Provinz Ituri. Dort entfallen 73,2 Prozent aller Fälle sowie 67,5 Prozent der Neuinfektionen. Insgesamt hat sich das Virus bereits auf 66 von 178 Gesundheitszonen in acht Provinzen ausgebreitet. Besonders besorgniserregend ist zudem, dass 269 Beschäftigte des Gesundheitswesens sich mit dem Virus infiziert haben.
Die aktuelle Ebola-Welle hatte am 15. Mai in der DR Kongo und in Uganda begonnen. Die ugandischen Behörden erklärten den Ausbruch in ihrem Land am 28. Juli für beendet, was die Weltgesundheitsorganisation am 25. August bestätigte. Damit schien sich die Gefahr zunächst eingrenzen zu lassen.
Jüngste Entwicklungen werfen jedoch neue Sorgen auf. Im benachbarten Kenia wurde am 6. Oktober der erste Ebola-Fall nachgewiesen. Es handelte sich um einen kenianischen Staatsangehörigen, der zuvor in der DR Kongo gelebt hatte. Der Mann war am 3. Oktober über Uganda in Nairobi eingereist und verstarb zwei Tage später. Bis zum 19. Oktober stieg die Zahl der bestätigten Fälle in Kenia auf acht an.
Die Ausbreitung über nationale Grenzen hinweg unterstreicht die Herausforderung, die die Eindämmung der Epidemie für die betroffenen Staaten und die internationale Gemeinschaft darstellt. Die hohe Ansteckungsrate unter medizinischem Personal zeigt zudem die Risiken, denen Helfer bei der Versorgung der Erkrankten ausgesetzt sind.