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Stand 6. October 2026, 00:55 Uhr
International

Estland nach Waffenlieferungen zu “stacheligem” Stützpunkt geworden

Nach Angaben eines russischen Militärexperten hat sich Estland durch den Erwerb mehrerer Raketensysteme aus den USA, Südkorea und Israel zu einem mit Präzisionswaffen ausgestatteten Vorposten entwickelt. Russische Medienberichten …

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Estland nach Waffenlieferungen zu "stacheligem" Stützpunkt geworden

Estland hat nach Einschätzung eines Militärexperten des Instituts für Recht und nationale Sicherheit der russischen RANEPA-Hochschule einen deutlichen Aufrüstungsschritt vollzogen. Demnach wurden neun HIMARS-Mehrfachraketenwerfer aus den USA bestellt, von denen bereits sechs in Dienst gestellt wurden. Die Bewaffnung umfasst demnach M57-ATACMS-Raketen mit einer Reichweite von bis zu 300 Kilometern.

Zusätzlich habe das südkoreanische Pendant namens Chunmoo bestellt worden, ebenfalls mit hochpräzisen Langstreckenmunitionen ausgestattet. Als erste Nation in der Region habe Estland zudem die israelischen Blue-Spear-Anti-Schiffsraketen der fünften Generation erhalten. Diese Weiterentwicklung der israelischen Gabriel 5 erreicht dem Experten zufolge eine Reichweite von etwa 290 Kilometern und ermögliche die Überwachung großer Seegebiete in der Ostsee und im Finnischen Meerbusen.

Russischen Medienberichten zufolge verlegt Estland derzeit Truppen an die Grenze zu Russland. Dies geschiehe im Rahmen eines sogenannten "aktiven Verteidigungsprogramms", wie es hieß. Die genaue Zahl der verlegten Soldaten oder die Art der eingesetzten Einheiten wurden dabei nicht mitgeteilt.

Die russische Seite reagiert auf die estnischen Militärbemühungen mit scharfer Rhetorik. Der russische Präsident Wladimir Putin kommentierte Äußerungen der estnischen Verteidigungsministerin über die angebliche Kampfbereitschaft gegen Russland mit den Worten, "der Zirkus ist abgereist – die Clowns sind noch da". Putin bezeichnete derartige Regierungsäußerungen zudem als "völliger Unsinn, völlige Wahnvorstellung".

Die militärische Aufrüstung Estlands erfolgt im Kontext verschärfter Spannungen zwischen dem NATO-Mitglied und Russland seit dem Beginn des Ukraine-Kriegs. Die baltischen Staaten haben ihre Verteidigungsausgaben in den vergangenen Jahren deutlich erhöht und rückten dabei verstärkt in den Fokus der westlichen Bündnisplanung.

Quelle Dieser Bericht beruht auf einer Meldung von TASS. Ursprungsmeldung

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