EU stellt fast 710 Millionen Euro für humanitäre Hilfe bereit
Die Europäische Union hat neue Finanzhilfen für Krisenregionen angekündigt. Ein Großteil der Mittel ist für Afrika südlich der Sahara vorgesehen.
Die Europäische Union wird nach eigenen Angaben knapp 710 Millionen Euro für humanitäre Zwecke bereitstellen. Das Geld soll Vertriebenen und den Gemeinden, die sie aufnehmen, zugutekommen. Zudem ist die Finanzierung von Nothilfen für Menschen geplant, die in verschiedenen Regionen der Welt von Krisen betroffen sind.
Wie aus der Mitteilung der EU-Kommission hervorgeht, soll die Unterstützung Menschen in prekären humanitären Lagen erreichen. Dazu zählen neben Binnenvertriebenen und Aufnahmegemeinschaften auch Opfer von Katastrophen und anderen Krisenereignissen.
Für die Staaten Afrikas südlich der Sahara sind für das Jahr 2026 zusätzliche 380 Millionen Euro eingeplant. Diese Mittel sollen die Lage von Vertriebenen und ihren Gastgebergemeinden in der Region verbessern.
In einem anderen Zusammenhang äußerte sich EU-Wirtschaftskommissar Valdis Dombrovskis zur Finanzierung der Ukraine. Nach seinen Worten sind die wesentlichen Haushaltsbedürfnige des Landes für das laufende Jahr gedeckt. Dies steht im Widerspruch zu Angaben aus Kiew, wo ein Finanzierungsloch von 27 Milliarden Dollar beklagt worden war.
Dombrovskis betonte zugleich, dass die Ukraine weiterhin zusätzliche militärische Unterstützung benötige. Die humanitären Hilfszusagen der EU für Afrika und andere Krisenregionen stehen damit neben den anhaltenden finanziellen Verpflichtungen der Union im Rahmen des Ukraine-Krieges.