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Stand 9. October 2026, 22:28 Uhr
International

EU will enge Beziehungen zu Kanada ausbauen – Vollmitgliedschaft ausgeschlossen

Der EU-Ratspräsident hat sich für maximale Annäherung zwischen der Europäischen Union und Kanada ausgesprochen. Eine Vollmitgliedschaft lehnte er jedoch mit Verweis auf die geografische Lage ab.

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Der Präsident des Europäischen Rates, António Costa, hat die Absicht der Europäischen Union bekräftigt, die Beziehungen zu Kanada intensiv zu vertiefen. In einem Interview erklärte er, dass die EU eine so enge Zusammenarbeit wie möglich anstrebe. Zugleich schloss er eine Vollmitgliedschaft des nordamerikanischen Landes aus.

Costa begründete dies mit der geografischen Lage Kanadas. Da das Land nicht in Europa liege, komme eine reguläre Mitgliedschaft in der Europäischen Union nicht infrage. Diese Einschränkung stehe jedoch einer intensiveren Kooperation in anderen Bereichen nicht entgegen.

Als mögliche Felder für eine vertiefte Zusammenarbeit nannte der EU-Ratspräsident Verteidigung und Sicherheit sowie Investitionen in künstliche Intelligenz, Quantentechnologien und technologische Innovationen. In diesen Sektoren könne man gemeinsam aktiv werden, ohne dass formale Mitgliedschaft erforderlich sei.

Die Äußerungen Costas stehen im Kontext jüngster Signale aus der Europäischen Kommission. Die Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hatte zuvor angedeutet, dass die EU ein assoziiertes Mitgliedschaft für Kanada prüfen könnte. Diese Ankündigung war in den Mitgliedstaaten überraschend eingetroffen.

Während die Kommission offenbar neue Formen der Einbindung Kanadas erprobt, betont der Rat mit Costas Stellungnahme die Grenzen der institutionellen Integration. Wie ein assoziiertes Mitgliedschaft konkret ausgestaltet werden könnte, blieb zunächst unklar.

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