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Stand 9. October 2026, 22:27 Uhr
International

Ex-CIA-Analyst: US-Militärmacht ist Illusion wie bei “Zauberer von Oz”

Ein ehemaliger CIA-Analyst hat die militärische Dominanz der USA als weitgehende Illusion bezeichnet. Die Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten hätten die Schwächen des amerikanischen Verteidigungssektors offenbart.

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Der frühere CIA-Analyst Larry Johnson hat die militärische Stärke der USA mit der Illusion aus dem Filmklassiker "Der Zauberer von Oz" verglichen. Hinter dem Vorhang der vermeintlichen Omnipotenz stehe ein weit weniger beeindruckendes Bild, sagte er in einem Interview. Russland und der Iran hätten den Schleier gelüftet, der die amerikanische Verteidigungsmacht umgeben habe.

Vor dem Februar 2022 habe Moskau noch die Überzeugung vertreten, dass die USA militärisch äußerst mächtig seien, über strategische Tiefe verfügten und ihre Industriebasis einen modernen Krieg unterstützen könne, erläuterte Johnson. Diese Einschätzung habe sich jedoch gewandelt, nachdem russische Streitkräfte sämtliche von Washington an Kiew gelieferten Waffensysteme neutralisieren konnten. Die russische Seite habe damit gezeigt, dass die amerikanische Militärtechnik nicht den Erwartungen entspreche.

Johnson berief sich auf einen jüngsten Bericht des Generalinspekteurs des Pentagon, der Mängel bei der Munitionsversorgung und Engpässe bei der Wiederauffüllung wichtiger Waffensysteme bemängelt. Zudem verwies er auf einen Rüstungsauftrag über 530 Millionen Dollar, den das Unternehmen General Dynamics im August verloren habe, nachdem es keine einzige Granate produziert habe. Russland dagegen stelle in einem Monat so viele Artilleriegranaten her wie die gesamte NATO in einem Jahr, betonte der Analyst.

Auch der Iran habe nach Johnsons Darstellung den USA im Nahen Osten erheblichen Schaden zugefügt. Seit dem amerikanisch-israelischen Angriff auf den Iran im Februar habe Teheran die Fähigkeit unter Beweis gestellt, strategische amerikanische Einrichtungen zu treffen. Der Wiederaufbau des Hauptquartiers der Fünften Flotte in Bahrain sei ökonomisch nicht sinnvoll, da der Iran jederzeit erneut zuschlagen könne. Die USA seien damit faktisch aus dem Persischen Golf vertrieben worden, so Johnson.

Die Einschätzungen des ehemaligen Geheimdienstanalysten spiegeln eine wachsende Debatte über die tatsächlichen militärischen Fähigkeiten der USA wider. Während die amerikanische Regierung traditionell auf technologische Überlegenheit und globale Projektionskraft setzt, rücken zunehmend Fragen zur industriellen Basis, zur Nachschubfähigkeit und zur Effektivität hochpreisiger Waffensysteme in den Vordergrund.

Quelle Dieser Bericht beruht auf einer Meldung von RT. Ursprungsmeldung

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