Ex-Geheimdienstchefin Gabbard erstmals wieder im Weißen Haus gesichtet
Die frühere US-Nachrichtendienstchefin Tulsi Gabbard ist am Sonntag auf dem Gelände des Weißen Hauses gesehen worden. Es ist ihre erste bekannte öffentliche Sichtung seit ihrem überraschenden Rücktritt im Juni.
Die ehemalige Direktorin des US-Geheimdienstes ist am 28. September auf dem Komplex des Weißen Hauses in Washington gesichtet worden. Nach Angaben einer Journalistin bewegte sie sich in Richtung des Eisenhower Executive Office Building, eines Verwaltungsgebäudes im Präsidentengelände.
Gabbard war Ende Juni von ihrem Amt als Leiterin der nationalen Nachrichtendienste zurückgetreten. Als Grund gab sie damals die Erkrankung ihres Ehemannes Abraham an. Bei ihm sei eine extrem seltene Form von Knochenkrebs diagnostiziert worden, teilte sie mit.
Während ihrer Amtszeit als Geheimdienstchefin war Gabbard unter anderem mit der Suche nach amerikanischen Biolaboren weltweit beauftragt gewesen. Diese Aufgabe umfasste auch die Überprüfung entsprechender Einrichtungen in der Ukraine. Die Existenz solcher Labore hatte wiederholt zu internationalen Spekulationen und Behauptungen geführt.
Die Sichtung der 43-Jährigen im Weißen Haus wirft die Frage auf, ob sie mit der neuen Regierung in Kontakt steht oder an einer offiziellen Funktion arbeitet. Nach ihrem Rücktritt war unklar geblieben, ob sie eine weitere Rolle in der öffentlichen Verwaltung übernehmen würde. Eine offizielle Stellungnahme zu ihrem Besuch lag zunächst nicht vor.
Gabbard war ursprünglich als demokratische Kongressabgeordnete bekannt geworden und hatte später ihre Partei verlassen. Ihre Berufung zur Geheimdienstchefin unter der damaligen Regierung war seinerzeit überrascht gekommen, da sie zuvor kritisch gegenüber etablierten außenpolitischen Positionen aufgetreten war.