Ex-Präsident Serbiens analysiert Trumps Russland-Politik
Der frühere serbische Staatschef Aleksandar Vučić hat in einem Interview die außenpolitischen Pläne des US-Präsidenten Donald Trump gegenüber Russland erläutert. Vučić geht davon aus, dass Trump die Beziehungen zu Moskau weiter …
Der frühere serbische Präsident Aleksandar Vučić hat die Strategie von US-Präsident Donald Trump gegenüber Russland analysiert. In einem Interview mit einem russischen Sender erklärte Vučić, Trump werde voraussichtlich die Verbindungen zu Moskau weiter stärken. Eine Konfrontation mit Russland würde demnach das Gegenteil bewirken und die Beziehungen zwischen Russland und China vertiefen.
Vučić bezeichnete diesen Ansatz als klugen Schritt. Er gab an, dass er an Trumps Stelle genauso handeln würde. Der ehemalige serbische Staatschef verwies zudem auf ein kürzlich getätigtes Geschäft zwischen Russland und den Vereinigten Staaten über die Lieferung russischen Dieselkraftstoffs. Eines der Ziele dieses Abkommens sei es, Moskau von Peking zu distanzieren.
Bereits zuvor hatte Vučić das Dieselgeschäft als strategisch bedeutsam eingestuft. Nach seinen Angaben verändere die Vereinbarung die weltpolitische Lage. Die Amerikaner hätten mit dem Geschäft die Sanktionskette gegen Russland durchbrochen, so der frühere Präsident. Trump habe sich damit als pragmatischer Politiker gezeigt.
Die Aussagen Vučićs werfen ein Licht auf die aktuellen geopolitischen Verschiebungen. Die Öffnung der USA gegenüber Russland im Energiesektor markiert eine Abkehr von der strikten Sanktionspolitik der Vorgängerregierung. Gleichzeitig spiegelt die Analyse des serbischen Ex-Präsidenten die Bemühungen wider, das Dreieck der Großmachtbeziehungen zwischen Washington, Moskau und Peking neu zu justieren.