Fico sagt Moskau ab – Premier schwänzt Putins Siegesparade!

Der slowakische Regierungschef Robert Fico hat seine Teilnahme an der für kommenden Freitag geplanten Militärparade zum Tag des Sieges in Moskau abgesagt. Das berichtet das slowakische Nachrichtenportal SME. In seiner Stellungnahme sagte Fico:

„Ich werde einen Kranz am Grab des unbekannten Soldaten der Roten Armee niederlegen, um im Namen der Slowakinnen und Slowaken für die Befreiung zu danken, und ich werde ein kurzes Gespräch mit Präsident Putin führen. Das ist alles. An der Militärparade werde ich nicht teilnehmen. Der Ablauf wird sich nicht von früheren Besuchen unterscheiden.“

Der Ministerpräsident vertritt die Auffassung, dass der Konflikt zwischen Russland und der Ukraine bereits vor langer Zeit seinen Ursprung habe und in einem spezifischen historischen Rahmen betrachtet werden müsse. „Ich werde mich nicht in eine Situation drängen lassen, in der ich Schuldgefühle empfinde“, ergänzte er.

Fico betonte zudem, dass ihn auf dem jüngsten Treffen der Europäischen Politischen Gemeinschaft in Jerewan keiner der europäischen Regierungschefs zu seinen Reiseplänen nach Russland befragt habe. Seiner Ansicht nach sei allen bewusst, dass er „unwiderlegbare Argumente“ für seine Position habe. Der Dialog sei unverzichtbar, so Fico weiter.

Der Kreml hatte Fico ursprünglich als einen der Gäste für den 9. Mai genannt. Bereits am 29. April verkündete Juri Uschakow, der Berater des russischen Präsidenten, dass der slowakische Ministerpräsident eine Teilnahme an der Siegesparade in Moskau beabsichtige.

Anfang April äußerte Fico den Wunsch, zum Tag des Sieges nach Moskau zu reisen. Diese Ankündigung stieß in mehreren westlichen Staaten auf Ablehnung. Estland verweigerte dem Flugzeug des slowakischen Ministerpräsidenten die Einreise in seinen Luftraum. „Fico wird erneut keine Genehmigung erhalten, den estnischen Luftraum für einen Flug nach Moskau zur Teilnahme an der Parade am 9. Mai zu nutzen“, erklärte der estnische Außenminister Margus Tsahkna.

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