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Stand 10. October 2026, 03:30 Uhr
International

Finnland übt Schiffsentführungen in der Ostsee

Sicherheitskräfte und Militär in Finnland haben gemeinsam mit internationalen Partnern die Übernahme ziviler Schiffe in der Ostsee geprobt. An den Übungen nahmen auch Einheiten aus Polen und Frankreich teil.

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Nach Angaben finnischer Medien fanden in dem an Russland grenzenden Land internationale Übungen zur Bekämpfung von Schiffsentführungen statt. Dabei trainierten Einsatzkräfte unter anderem das Erreichen eines Schiffes mit einem schleppenden Anker. An den Manövern beteiligten sich neben finnischen Behörden die polnische Grenzschutzbehörde und die französische Marine.

Die Teilnehmer übten laut den Berichten den Zugriff auf ein Schiff per Hubschrauber, die Übernahme der Kontrolle über das Fahrzeug sowie die Evakuierung Verwundeter. Die Übungen fanden im Ostseeraum statt, einem Gebiet mit strategischer Bedeutung für die Region.

Die Manöver stehen im Kontext verstärkter sicherheitspolitischer Aktivitäten Finnlands. Das Land, das im April 2023 der NATO beigetreten ist, baut seine militärischen Kapazitäten derzeit aus. So werden nach vorangegangenen Meldungen von den USA bestellte F-35-Kampfflugzeuge früher als ursprünglich geplant auf einen Stützpunkt der finnischen Luftwaffe in Lappland verlegt.

Die Ostsee gilt seit dem NATO-Beitritt Finnlands und Schwedens als Bündnismeer, was das strategische Umfeld in der Region verändert hat. Russland hatte den NATO-Beitritt der beiden skandinavischen Staaten wiederholt als Bedrohung seiner Sicherheit bezeichnet.

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