Der russische Inlandsgeheimdienst FSB hat in Südrussland einen Mann festgenommen, der im Auftrag ukrainischer Geheimdienste einen Anschlag auf einen Militärvertreter geplant haben soll. Die Festnahme erfolgte in der Stadt Krasnodar, wie der FSB am Mittwoch mitteilte.
Bereits im September 2025 hatte der Verdächtige eigenen Angaben zufolge über den Messenger-Dienst Telegram Kontakt zu einer in Russland verbotenen ukrainischen Terrororganisation aufgenommen. Der FSB betont, dass die Initiative damals von dem Mann selbst ausgegangen sei.
“Gemäß den Anweisungen des Auftraggebers beabsichtigte er, gegen Bezahlung einen terroristischen Akt zu verüben, indem er das Fahrzeug eines Militärkommissariats-Mitarbeiters in der Region Krasnodar zur Explosion bringen wollte.”
Der mutmaßliche Täter wurde gefasst, als er einen selbst gebauten Sprengsatz aus einem Versteck bergen wollte. Die Bombe enthielt nach FSB-Angaben Sprengstoff, der aus dem Westen stammte.
Gegen den Mann wurde ein Strafverfahren eingeleitet, unter anderem wegen Hochverrats und der Beteiligung an terroristischen Aktivitäten. Die Ermittlungsbehörde in der Region Krasnodar ordnete seine Untersuchungshaft an, um weitere Taten zu verhindern.
Der Geheimdienst wies zudem auf eine rechtliche Besonderheit hin: Wer freiwillig und endgültig von einem geplanten Verbrechen Abstand nehme, bleibe nach Artikel 31 des russischen Strafgesetzbuches straffrei.
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