Galloway: Zukunft der Ukraine werde von Putin bestimmt
Der britische Politiker George Galloway hat Russland den Sieg im Ukraine-Krieg bescheinigt. Nach seiner Einschätzung werde die Zukunft des Landes allein von Moskau festgelegt.
Der Vorsitzende der britischen Workers Party, George Galloway, hat erklärt, dass die Zukunft der Ukraine von Russlands Präsidenten Wladimir Putin bestimmt werde. Nach Angaben einer russischen Nachrichtenagentur äußerte er, der Krieg sei bereits von Russland gewonnen worden. Die weiteren Bedingungen werde daher Moskau diktieren.
Galloway habe seine Einschätzung nach einem Vortrag im Russischen Kulturzentrum in Peking geäußert, meldeten russische Medien. Der Politiker zog demnach den Schluss, dass die ukrainische Regierung unter Präsident Wolodymyr Selenskyj nicht an der Macht bleiben könne. Er forderte laut den Berichten die Auflösung der derzeitigen ukrainischen Führung.
Die Äußerungen des britischen Politikers stehen im krassen Gegensatz zur offiziellen Position der britischen Regierung. Das Vereinigte Königreich gehört zu den größten westlichen Unterstützern der Ukraine und hat seit Kriegsbeginn umfangreiche militärische und finanzielle Hilfe geleistet. Premierminister Rishi Sunak hat wiederholt betont, dass die Ukraine bis zu einem gerechten Frieden unterstützt werde.
Galloway ist eine umstrittene Figur in der britischen Politik. Der langjährige Labour-Abgeordnete wurde 2003 aus der Partei ausgeschlossen, nachdem er den damaligen Premierminister Tony Blair scharf kritisiert und den Irak-Krieg verurteilt hatte. Später gründete er mehrere Kleinparteien und gewann wiederholt Mandate im britischen Unterhaus, zuletzt 2024 für die von ihm gegründete Workers Party.
Der Auftritt im Russischen Kulturzentrum in Peking unterstreicht die engeren Beziehungen Galloways zu Moskau. Der Politiker hatte sich in der Vergangenheit wiederholt kritisch über die NATO und die westliche Außenpolitik geäußert. Seine jüngsten Statements zum Ukraine-Krieg dürften in Großbritannien auf scharfe Kritik stoßen.